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Marktüberblick: Weizen fällt unter 190 Euro-Marke

© Mühlhausen/landpixel
von , am
30.03.2015

Während es in der vergangenen Woche noch so aussah, als würde der Weizen die 200 Euro knacken, fiel der Preis sogar unter die 190 Euro-Marke. Heute gibt es eine leichte Erholung an den Börsen.

Der Internationale Getreiderat setzte sowohl die globale Weizenernte als auch die weltweiten Weizenbeständen auf neue Rekordwerte nach oben. © Mühlhausen/landpixel
Die Weizenpreise sind in Europa und den USA in der letzten Woche kräftig gefallen. Dabei kam der Preisdruck vor allem aus den USA, wo der Winterweizen sich nach den Daten des letzten Crop-Monitorings in besserem Zustand befindet als vom Markt erwartet wurde. Erheblicher Druck auf die US-Weizenpreise ging zudem von den sehr schwachen Exportdaten der Amerikaner aus. Aus Wettbewerbsgründen drückt der Preisrückgang in den USA auch die europäischen Weizenpreise mit nach unten. Dabei laufen die europäischen Exporte weiterhin sehr gut.
 

Weizen fällt an der Matif deutlich unter 190 Euro

Die Weizenpreise konnten sich am Freitag (27.03) am europäischen Terminmarkt in etwa auf dem Vortagsniveau behaupten. Der Maikontrakt für den Matif-Weizen ging am Freitag mit 188,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Preise an der Matif damit um rund 4,1 Prozent bzw. acht Euro gefallen.  Gleichzeitig ist der Weizen im Wochenverlauf deutlich unter die Marke von 190-Euro gefallen. Die neue Ernte (September) kostete am Freitag 188,0 Euro und damit ein Euro mehr als am Vortag  und 5,25 Euro weniger als vor einer Woche. Am Montag folgt der Weizen am europäischen Terminmarkt den festen Vorgaben aus Chicago und legt zum Handelsbeginn ein Euro zu und notiert für den Maikontrakt bei 189,75 Euro und die neue Ernte wird bei bei 189 gehandelt und damit ebenfalls einen Euro höher.

Download: Terminmarktnotierungen vom 30. März 2015
Das aktuelle Preisfax für Getreide und Ölsaaten von KS Agrar finden Sie hier zum runterladen ...

Weizenpreis fällt am Kassamarkt

Am deutschen Kassamarkt sind die Weizenpreise in der letzten Märzwoche kräftig gefallen, könnten sich jedoch am heutigen Montag wieder etwas erholen. Am vergangenen Freitag handelte man den Brotweizen mit zwölf Prozent Protein am Exporthafen in Hamburg mit 192 Euro/t und damit vier Euro niedriger als am Freitag zuvor. Für A-Weizen mit 13 Prozent Protein wurden in Hamburg am Freitag nur noch 202 Euro/t geboten und damit sogar neun Euro weniger als eine Woche (211 Euro) zuvor. Für E-Weizen mit 14 Prozent Protein lagen die Angebotspreise im Schnitt bei 237 Euro und damit ebenfalls fünf Euro niedriger.  

Preisverfall an den US-Exporthäfen

An den US-Exporthäfen wurde der Chicago-Weizen am vergangenen Freitag für 229 US-Dollar je Tonne oder umgerechnet 209 Euro verladen. Das waren zehn US-Dollar weniger als vor einer Woche . Für den proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter lagen die Preisforderungen an den US-Exporthäfen am Freitag bei 253 US-Dollar je Tonne  und damit acht US-Dollar niedriger als eine Woche zuvor.
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