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Marktüberblick: Weizen schwächelt nach USDA-Report

von , am
13.07.2015

Die neuen Daten zu den Weizenbeständen lassen die Weizenpreise schwächeln. Die Mais- und Rapspreise steigen hingegen an den Warenterminbörsen. Der Rapspreis liegt zurzeit knapp 60 Euro über dem Vorjahr.

Der Weizen verlor zum Fronttermin 2,75 Euro und landete bei 162,75 Euro je Tonne © Rainer Sturm
Der neue USDA-Report vom vorigen Freitag hat eine ganze Reihe von neuen Daten und Erkenntnissen für die Märkte gebracht. Wie Marktexperte Dr. Olaf Zinke auf der Internetseite des agrarmanagers schreibt, dauert es meist einige Zeit bis die neuen Daten bewertet und eingeordnet werden. Deshalb könnte es zu Beginn der neuen Woche noch zu deutlichen Anpassungsreaktionen und Preisausschlägen an den Märkten kommen.
 
Dabei hatten die Veränderungen an den Erntemengen und vor allem an den Beständen bei Weizen, Mais und Soja häufig nicht die Erwartungen der Analysten getroffen. Am vorigen Freitag reagierten die Terminmärkte in den USA auf die neuen Eckdaten und Bilanzen zunächst mit schwächeren Kursen bei Weizen und steigenden Preisen bei Mais und Soja.
 
In Europa hatte sich der Weizen am Freitag behauptet, während die Kurse für Mais und Raps relativ deutlich gestiegen waren.

Weizenpreis gut 10 Euro über dem Vorjahr

Am vorigen Freitag haben die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt leicht zugelegt. Ein Grund ist die nach unten korrigierte europäische Ernte durch das USDA. Der Septembertermin beendete den Handel bei 196,75 Euro/t und damit 0,75 Euro höher als am Vortag. Gegenüber der Vorwoche  sind die Weizenpreise an der MATIF um 7,25 Euro niedriger. Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Freitag mit 198,50 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag haben die Preise sich damit nicht verändert. Gegenüber der Vorwoche sind die Weizenpreise für den Dezembertermin jedoch um 6,50 Euro zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr (186,25 Euro) waren die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt zuletzt 10,50 Euro höher.

Maispreis 14,25 Euro über dem Vorjahr

Am vorigen Freitag waren die Maispreise ameuropäischen Terminmarktvor allem für die neue Ernte gestiegen. Der Augustkontrakt beendete den Handel mit 184,75 Euro/t und damit einen Euro höher als am Vortag. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Maispreise an der MATIF allerdings um neun Euro zurückgegangen. Die neue Ernte kostete am Freitag 189,25 Euro und damit drei Euro mehr als am Vortag. Im Vergleich zum Vorjahr (170,50 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit nur noch 14,25 Euro höher.

Rapspreis fast 60 Euro über dem Vorjahr

Am vorigen Freitag hatten die Rapspreise am europäischen Terminmarkt kräftig zugelegt. Der Augustkontrakt wurde mit 392,50 Euro gehandelt und damit zu 3,75 Euro höheren Preisen als am Vortag. Im Vergleich zur Vorwoche waren die Preise für den Augustkontrakt an der MATIF um 1,75 Euro bzw. 0,7 % niedriger. Der Novemberkontrakt wurde am Freitag mit 396,75 Euro gehandelt und damit 3,50 Euro höher als am Vortag. Im Vergleich zum Vorjahr (333 Euro) liegen die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 59,50 Euro oder knapp 18  Prozent höher.
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