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Marktüberblick: Weizenpreis gut 20 Euro unterm Vorjahr

von , am
20.04.2015

Die US-Weizenpreise ziehen die europäischen immer weiter nach unten. In der vergangenen Woche verlor der Weizen 7,50 Euro je Tonne. Damit sind die Preise aus dem Vorjahr in weite Ferne gerückt.

An der CBoT haben sich für den Weizen alle Gewinne der Vortage wieder in Luft aufgelöst. © landpixel
Im Verlauf der vorigen Woche sind die Weizenpreise vor allem in den USA, aber auch in Europa, sehr kräftig eingebrochen. In den USA lagen die Preisabschläge am Terminmarkt zwischen sechs Prozent für Chicago-Weizen und neun Prozentz für Kansas-Weizen. Ursache waren die Regenfälle in den südlichen Anbaugebieten für Winterweizen sowie die erneut sehr schwachen US-Weizenexporte. Auch am europäischen Terminmarkt verloren die Weizenpreise letzte Woche im Sog der fallenden US-Kurse sowie wegen des etwas festeren Euros und guten Ernteprognosen ebenfalls rund vier Prozent. Der Export der Europäer läuft jedoch weiterhin sehr gut und begrenzt den Rückgang der hiesigen Weizenpreise.
 

Neue Ernte kostet 184 Euro

Am Montag Vormittag folgen die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt den freundlichen Vorgaben aus Chicago und legen um etwa einen Euro auf 183,75 Euro/t zu. Die neue Ernte (September) kostete am Montag Vormittag 184,50 Euro und damit 0,50 Euro mehr als am Vortag. Am Freitag hatten die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt nach einer sehr schwachen Woche nochmals leicht nachgegebenen. Der Maikontrakt für den Matif-Weizen ging am Freitag mit 182,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Preise an der Matif damit um rund vier Prozent bzw. 7,50 Euro zurückgegangen. Die neue Ernte (September) kostete am Freitag 184 Euro und damit 7,75 Euro weniger als vor einer Woche.  Im Vergleich zum Vorjahr  sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 20,25 Euro niedriger.

Frankreich erwartet Rekordernte

Die neue europäische Weizenernte wurde von den Analysten von Strategie Grains Ende der letzten Woche um eine Million Tonnen (Mio. t) auf 141,4 Mio. t nach oben geschätzt. Deutlich nach oben, auf einen neuen Rekordwert, ging es dabei für Frankreich und auch die deutsche Produktion wird nach Einschätzung der Analysten die Marke von 26,0 Mio. t übertreffen.

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