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Pflanzenschutzmarkt

Monsanto: 2020 kommt Nachfolger von Roundup Powerflex

Kanister mit Roundup
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
22.06.2018

Auf den DLG-Feldtagen durften die Monsanto-Mitarbeiter zum Verkauf nichts sagen. Reichlich Trotz schwang mit, als die neue Roundup-Generation angekündigt wurde.

„Bis August könnte die Integration von Monsanto in den Bayer-Konzern abgeschlossen sein.“ Diese Information hat Monsantos Deutschland-Geschäftsführer Stefan Kocher auch nur den Medien entnommen.

Fakt ist: Die Integration von Monsanto in Bayer darf erst dann starten, wenn die Bayer AG die nötigen Unternehmensanteile an BASF verkauft hat.

Die vielleicht letzte Pressekonferenz von Monsanto auf den DLG-Feldtagen wurde damit zu einer Mischung aus Weiter-wie-bisher und Grabesrede.

17 Prozent der Mitarbeiter bereits entlassen

Mit offiziellen Aussagen zum weiteren zeitlichen Ablauf der Integration hielt sich Monsanto auf den DLG-Feldtagen zurück. Derzeit seien aber 13 Fachbereiche innerhalb des US-Konzerns mit der Zusammenführung beschäftigt.

17 Prozent der weltweiten Belegschaft seien bereits abgebaut worden. 110 Mitarbeiter sind im deutschen Unternehmenszweig beschäftigt.

2020 soll ein neues Glyphosat-Produkt kommen

Trotz des Verkaufs hält Monsanto weiter an der Entwicklung der Glyphosat-Produktfamilie Roundup fest. Zwar werde mit 2.750 t heute nur noch die Hälfte des Wirkstoffs von vor fünf Jahren verkauft.

Das Unternehmen strebe aber die Verlängerung einer Zulassung an, wenn 2022 die 5-Jahres-Frist abläuft. Dann sollen es nach dem Wunsch von Geschäftsführer Stefan Kocher auch wieder die vollen 15 Jahre werden. Die nötigen Anträge bereitet Monsanto derzeit vor.

Ungeachtet aller Umbrüche im Unternehmen erwartet Nadine Vogels, die das Pflanzenschutzgeschäft von Monsanto in Deutschland verantwortet, für 2020 die Markteinführung der neuesten Roundup-Generation.

Das neue Produkt soll als Nachfolger von Roundup Powerflex weiterhin ein reines Glyphosat-Produkt sein – also kein Mix mit anderen herbiziden Wirkstoffen.

Vor allem werde bei dem neuen Mittel an der Weiterentwicklung der Netzmittel gearbeitet, so Vogels. Ziel seien niedrigere Aufwandmengen und eine kürzere Wartezeit. „So können gelbe Felder vermieden werden und das Image der konventionellen Landwirtschaft gestärkt werden.“

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