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Ratgeber-Video

Motorsägen-Kurs (Teil 1): So fällen Sie Schwachholz

© Katharina Krenn/agrarheute
Krenn
am
11.12.2015

Winterzeit ist Waldarbeitszeit. Für das motormanuelle Fällen schwacher Bäume wird gerne die Fällhebertechnik angewendet. Das Fällen mittels Fällheber zeigen die Experten der Waldbauernschule in unserem Ratgeber-Video.

Erste Schritte: Baumansprache

Die sogenannte Baumansprache ist der erste Schritt, wenn Sie einen Baum fällen wollen. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die örtliche Situation und die Beschaffenheit des Baumes. Es geht darum, die Fallrichtung und den -bereich festzulegen. Der Fallbereich ist der Raum, in dem ein zu fällender Baum eine Gefahr darstellt und umfasst die doppelte Baumlänge rundherum. Während des Fällvorgangs darf sich keine unbeteiligte Person im Fallbereich aufhalten. Das Werkzeug legen Sie entgegengesetzt zur Fällrichtung ab. Ist das Arbeitsumfeld abgesichert, kann es mit Ihrer Säge losgehen. Das folgende Video zeigt, wie sie die Motorsäge kalt starten.

So geht der Fällheberschnitt

© WBS

Das Fällen mittels Fällheber wird bei Bäumen bis zu einem Brust-Höhen-Durchmesser von etwa 25 Zentimetern angewendet. Statt eines Keils wird ein sogenannter Fällheber verwendet, um den Baum umzudrücken. Nach Anlage des Fallkerbs folgt der Fällheberschnitt:

  1. Mit auslaufender Kette werden bis zu zwei Drittel des Stammdurchmessers bis zur Bruchleiste gesägt. 
  2. Dann wird der Fällheber in den 2/3-Schnitt gesetzt.
  3. Durchtrennen Sie das verbleibende Stammdrittel mit einlaufender Kette in schräger Schnittführung bis zur Bruchleiste.
  4. Schließlich wird der Baum mit dem Fällheber umgehebelt.

 

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Die Baumansprache: Fallbereich ermitteln
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Der Fallbereich
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Die Rückweiche
Die Rückweiche ist ihre Lebensversicherung. Räumen Sie daher ihre Rückweiche von möglichen Hindernissen frei. © WBS
Den Fallkerb anlegen
Der Fallkerb gibt dem Baum die Fallrichtung vor. © WBS
Fallkerb richtig anlegen
Dach- und Sohlenschnitt des Fallkerbs müssen sich genau treffen. Kein Unter- und Überschneiden, damit die Bruchleiste nicht geschwächt wird. © WBS
Der Fällheberschnitt
Bei Bäumen bis zu einem Durchmesser von etwa 25 Zentimetern (Schwachholz) wird anstatt eines Keils ein Fällheber verwendet, um den Baum umzudrücken. Wenden Sie dafür diese Schnittführung an. © WBS
Der halbe/halbe-Schnitt
Als Schnittführung bei mittelstarken Stämmen mit einem Brusthöhendurchmesser von 20 bis 35cm hat sich der "halbe/halbe" Schnitt bewährt. Bei dieser Schnittführung wird die erste Hälfte mit auslaufender Kette bis zur Bruchleiste gesägt. Dann wird ein Keil gesetzt. Mit einlaufender Kette wird dann die zweite Hälfte gesägt. © WBS
Sicherheitsfälltechnik
Der Fällschnitt wird mittels Stechschnitt begonnen. Mit auslaufender Kette wird bis zur Bruchleistenmarkierung gesägt. Nun mit einlaufender Kette nach hinten weiter schneiden bis der Platz reicht einen Keil zu setzen. Die Besonderheit ist das Belassen eines Sicherheitsbandes im hinteren Stammbereich. Hierdurch wird der Baum gehalten bis der Fällschnitt auch auf der anderen Stammseite an der Bruchleistenmarkierung fertig gesägt ist und ein weiterer Keil gesetzt werden kann. Zuletzt wird schließlich das Halteband durchtrennt. © WBS
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