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Nachkürzen im Weizen: Richtig handeln trotz Trockenstress

von , am
11.05.2011

Das Nachkürzen im Weizen will jetzt wohl überlegt sein. Entscheidend ist die Lageranfälligkeit sowie der Zustand der Ähre.

Auf Flächen, auf denen sich bereits Trockenstress abzeichnet, ist eine Nachkürzung des Weizens nur noch überlegenswert, wenn es in den nächsten Tagen bis zum Ende der zweiten Maidekade noch regnet und es sich um dichte Bestände, beziehungsweise lageranfällige Sorte handelt.
 
Auf Standorten ohne Wassermangel sollte je nach Lageranfälligkeit der Sorte eine Nachkürzung erfolgen, wenn die Halmbasis aufgrund relativ dichter Bestände noch nicht ausreichend gefestigt ist.

Darauf müssen Sie achten

Voraussetzung für die Nachkürzung ist, dass die Ähre sich im Halm bis zur vollen Länge gestreckt hat und keine Stauchung der Ähre sowie eine Verengung der Leitbahnen in der Ähre befürchtet werden muss. In beiden Fällen gilt, im Zweifel lieber kürzen als Lager in Kauf nehmen zu müssen. Auf Standorten, die bislang noch ausreichend Wasser haben, auf denen aber in der Regel im Sommer das Wasser knapp werden kann, beziehungsweise Hitze den Beständen zu schaffen macht, gilt im Zweifel, nur anfällige Sorten in dichten Beständen mit weichem Halm nachkürzen.
 
In den anderen Fällen lieber nicht mehr nachkürzen, wenn sich kein Umschwung der aktuellen Hochdrucklage abzeichnet. Wurden die ersten Einkürzungsmaßnahmen konsequent durchgeführt, muss in der Regel nicht mehr mit massivem Lagerdruck gerechnet werden. 
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