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Düngeverordnung

Nährstoffbericht Niedersachsen: Maßnahmen greifen

Landespressekonferenz Nährstoffbericht
am Freitag, 28.02.2020 - 14:00 (1 Kommentar)

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hatte bei der Vorstellung des 7. Nährstoffberichts positive Nachrichten zu verkünden: „Das Ergebnis macht Mut. Wir haben mit den Landwirten gemeinsam die Herausforderung angenommen und konsequent umgesteuert.“ Nur noch fünf statt bislang sieben Landkreise verzeichnen einen Stickstoffüberschuss.

Auf Basis der 2017 novellierten Düngeverordnung wurde durch die Düngebehörde der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) die Wirtschaftsdüngerbilanz erstellt. Bedingt durch 3,5 Prozent mehr Meldungen als im Vorjahr nahm die Bruttoabgabemenge insgesamt weiter zu und beträgt nun 35,7 Millionen Tonnen (Vorjahr 34,5Millionen Tonnen). Dagegen entwickelten sich die Tierzahlen bei Rindern und Geflügel rückläufig und auch die Gärreste aus Biogasanlagen nahmen ab.

Verbesserungen bei Stickstoff

Das wirkt sich positiv auf den Stickstoff aus: Insbesondere durch einen weiteren Rückgang des Mineraldüngerabsatzes sowie eine weiter rückläufige Stickstoffausbringung aus organischen Düngemitteln hat sich das Stickstoff-Düngesaldo (berechneter Bedarf vs. Düngung) von rund 50.000 Tonnen auf noch rund 31.000 Tonnen verringert. Die stark durch Tierhaltung geprägte Region Weser-Ems liegt erstmals mit 165 kg N/ha unterhalb der zulässigen Obergrenze von 170 kg N/ha. Wobei die Landkreise Cloppenburg und Vechta diese Schwelle immer noch deutlich überschreiten.

„Die Zahlen zeigen, dass der von uns eingeschlagene niedersächsische Weg richtig ist. Unser Mix von Maßnahmen für den Wasserschutz greift“, betonte Ministerin Barbara Otte-Kinast. Dazu zählte sie die Transparenz der Düngedaten, die Beratung der Landwirte und die risikoorientierten Kontrollen.

Problemkind Phosphor bleibt

Ganz anders beim Phosphor: Der Überschuss beträgt 11.380 Tonnen. Über dem künftig geltenden Grenzwert von 10 kg P/ha liegen zwölf Landkreise und kreisfreie Städte (Vorjahr sechs Landkreise). „Die Qualitätsziele für das Grundwasser, die Oberflächengewässer sowie die Luftreinhaltung verpflichten alle Akteure zu weiteren Anstrengungen“, forderte die Ministerin.

Diese Ergebnisse machten Mut, den eingeschlagenen Kurs konsequent weiterzusteuern. „Es bleibt noch viel zu tun – das zeigen die gestiegenen Phosphor-Salden“, nannte der Kammerpräsident Gerhard Schwetje ein Beispiel. „Der ausbleibende Regen in den zurückliegenden Jahren hat den Nährstoffumsatz im Boden zurückgehen lassen – so zeigt sich der Einfluss des Klimawandels auf den künftigen Düngebedarf.“

Mit Material von Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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