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Nährstoffversorgung und Unkrautbekämpfung im Blick

© agrar-press
von , am
19.10.2011

Getreide nach Getreide bedarf bei der Nährstoffversorungs besonderer Aufmerksamkeit. Im Raps ist es Zeit für die Unkrautbekämpfung. In unserem Vegetationsreport erfahren Sie, was jetzt wichtig ist.

Vor allem auf nassen Mulchsaatflächen muss bei Getreide auf Getreide mit einer knappen N-Versorgung gerechnet werden. © agrar-press
Roggen, Triticale und Weizen nach Weizen
 
Besonders auf Mulchsaatflächen - vor allem auf nassen Standorten - ist im Getreide nach Getreide mit einer knappen N-Versorgung zu rechnen. In schwach entwickelten Beständen ist eine Blattdüngung mit Stickstoff angebracht.
 
Bei knapper P-Versorgung, vor allem auf naß-kalten Standorten bieten sich MAP, beziehungsweise DAP an. Auf Standorten mit stärker ausgetrockneter Krume bietet sich eine Blattdüngung mit AHL + MnSO4 + Bittersalz an, wenn das Stoppelgetreide in Mulchsaat nicht recht wachsen will.
 
NP-Lösung dürfen auf keinen Fall mit spurenelementhaltigen Blattdüngern gemischt werden. Wenn NP-Lösung auf das Blatt gedüngt werden soll, auf keinen Fall mit Mg-, Mn- oder Cu-haltigen Düngern kombinieren, da unlösliche Phosphatverbindungen ausfallen.

Raps: Propyzamid gegen Ackerfuchsschwanz, Trespen und Ausfallgetreide

Die Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz und Trespen sollte im Raps konsequent als Anti-Resistenzmaßnahme eingeplant werden. Wenn damit gleichzeitig das Ausfallgetreide sicher bekämpft wird und im Frühjahr nicht mehr im Raps steht, ist der Propyzamideinsatz zudem als Hygienemaßnahme für die Fruchtfolge zu verstehen.
 
Wenn es nur um die Konkurrenz geht, kann sich der Raps nach dem 6-Blatt-Stadium gegen 20 mal mehr Getreidepflanzen je m² durchsetzen. Wenn aber nur zwei Getreidepflanzen mit später vielleicht 10 - 15 Ähren im Raps bis zur Ernte stehen bleiben, können sich Getreidekrankheiten immer mehr aufschaukeln. Auf jeden Fall kann man in diesem Fall nicht mehr von der Unterbrechung einer Getreidefruchtfolge sprechen (mangelnde Fruchtfolge-Hygiene).
 
Psychologisch gesehen ist es deshalb besser, wenn man die Kosten für das Propyzamid nicht allein dem Raps zuordnet, sondern auf die Fruchtfolge verteilt. Zumal im Raps nach der Propyzamidspritzung bis zum Sommer keine weiteren Gräser keimen, die ein zusätzliches Samenpotential produzieren. Damit sind in der Rapsfruchtfolge kritische Ungräser und insgesamt der Aufwand für deren Bekämpfung in Grenzen zu halten.
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