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Die neue IGC-Prognose im Überblick

© Cruelboy/fotolia
von , am
03.12.2013

Der internationale Getreiderat (IGC) hat seine neue Prognose veröffentlicht. Sowohl bei Weizen, als auch bei Mais meldet er Rekordernten. Während der Weizenpreis uneinheitlich ist, steht Mais unter Preisdruck.

Gute Witterungsbedingungen in den US-Anbaugebieten sorgen für sinkende Weizenpreise. © Rico Kammerer/aboutpixel.de
Weizen /IGC: Rekordernte, starker Export, Preise uneinheitlich
 
Der Internationale Getreiderat (IGC) hat die globale Weizenernte für das Wirtschaftsjahr 2013/14 in seinem aktualisierten Marktüberblick von Ende November nochmals um zwei Millionen Tonnen (Mio. t) auf 698 Mio. t nach oben gesetzt - ein Produktionsrekorf.
 
Der Grund für die weitere Aufwärtskorrektur der globalen Weizenproduktion sind die etwas größeren Ernten für die USA und China. Die chinesische Produktion verfehlt dennoch den Verbrauch um knapp vier Millionen Tonnen. Die EU-Produktion wurde um 0,4 Mio. t auf 142,5 Mio. t nach unten gesetzt.
 
Nochmals nach oben gesetzt hat der IGC Ende November die am Weltmarkt gehandelte Menge Weizen. Bislang profitieren ganz besonders die USA sowie die EU-Länder und Kanada von dem größeren globalen Bedarf.
 
Die globalen Exportpreise für Weizen haben im November nachgegeben. Grund war vor allem der Preisrückgang in den USA und Kanada, während die Preise in Europa sehr fest waren und sogar zulegten (über 200-Euro Marke). Ende November lagen die Exportpreise für Weizen an den wichtigsten internationalen Exporthäfen im Mittel aller erfassten Preise rund drei Prozent niedriger als vor vier Wochen.

Mais/IGC: Rekordernte, Rekordhandel und Preisdruck

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Der Internationale Getreiderat (IGC) setzte die globale Maisproduktion für das Wirtschaftsjahr 2013/14 Ende November nochmals leicht auf den neuen Rekordwert von 950 Mio. t nach oben.
 
Vor allem die rekordhohe US-Maisernte ist die Grundlage für den gewaltigen Produktionssprung. Für Brasilien wurde die erwartete Erntemenge indessen um drei Millionen Tonnen reduziert. Grund sind kleinere Anbaufläche von Sommer- und von Wintermais. Unverändert geblieben ist die Ernteerwartung für Argentinien mit 26 Mio. t. Auch hier liegt die Produktionserwartung für das nächste Frühjahr deutlich unter der diesjährigen Ernte.
 
Gleichzeitig steigen die Endbestände auf den höchsten Stand seit 13 Jahren. Im Vergleich zum letzten Jahr wächst die Verbrauchsemenge indessen um knapp sieben Prozent. Ganz besonders kräftig nimmt der Verbrauch von Futtermais zu. 
 
Die Exportpreise für Mais haben an den internationalen Märkten im November um ein Prozent nachgegeben. Gleichzeitig sind die internationalen Exportpreise für Mais rund 34 % niedriger als im Oktober 2012. Am europäischen Terminmarkt in Paris hingegen kostete Mais der neuen Ernte Ende November knapp 177 Euro/t (Januar) und war damit zwölf Euro teurer als vor vier Wochen. Gründe für den Preisanstieg sind das noch nicht allzu reichliche Angebot aus Südosteuropa und der Ukraine und zudem die hohen (gestiegenen) Preisen für Futterweizen.
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