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Der neue USDA-Report im Überblick

© H.D.Volz/Fotolia.com
von , am
10.04.2014

Der USDA-Report ist nicht durchweg so ausgefallen, wie Analysten erwartet hatten. Beispielsweise wurden die Märkte bei Mais mit einem in diesem Umfang nicht erwarteten Rückgang der US-Bestände überrascht.

Die Maisernte in Brasilien soll nun bei 91,5 Mio. t liegen. Das ist deutlich mehr als bisher erwartet wurde. © Mühlhausen/landpixel
Soja: Endbestände schrumpfen, knappe Versorgung
 
Die weltweiten Endbestände bei Soja setzte das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) um 1,2 Millionen Tonnen (Mio. t) auf 69,4 Mio. t nach unten. Wie von den Analysten erwartet, hat das USDA auch die laufende Sojaernte Brasiliens nach unten korrigiert. Im Vergleich zum März setzte das USDA die brasilianische Ernte um eine weitere Million auf jetzt 87,5 Mio. t nach unten.
 
Auch das ist jedoch ein neuer Produktionsrekord. Der bisherige Rekord der Brasilianer aus dem vorigen Wirtschaftsjahr lag bei 82,0 Mio. t. Die neue, Anfang April zu gut 80 Prozent (%) abgeschlossene, Ernte wäre damit 5,5 Mio. t größer. Das USDA hatte das Exportpotential der Brasilianer im April auf 44,5,0 Mio. t veranschlagt und damit 0,5 Mio. t kleiner als zur Märzschätzung.
 
Die US-Endbestände hat das USDA von 3,95 Mio. t auf 3,66 Mio. t nach unten korrigiert und damit stärker als zuvor von den Analysten erwartet wurde.
 

Mais: Starker Export lässt US-Bestände schrumpfen

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Beim Mais wurden die Märkte mit einem in diesem Umfang nicht erwarteten Rückgang der US-Bestände von 36,99 Mio. t auf 33,8 Mio. t überrascht. Die globalen Bestände wurden hingen entsprechend den Erwartung der Analysten von 158,5 Mio. t auf 158,0 Mio. t nach unten gesetzt. Diese Analysten hatten einen Rückgang auf 157,9 Mio. t erwartet.
 
Dafür ging es mit dem Export noch einmal kräftig von 112,95 Mio. t auf 116,48 Mio. t nach oben. Hauptgrund waren die starken US-Exporte die im April nochmals von 42,0 Mio. t auf 45,0 nach oben korrigiert wurden.

Weizen: Wachsende Bestände, weniger Exporte

Stärker als erwartet nach oben gesetzt hat das USDA die globalen Weizenbestände. Erwartet hatten die Analysten relativ stabile globalen Endbestände von 183,7 Mio. t und wegen der sich preisbedingt zuletzt abschwächenden US-Exporte einen Anstieg der US-Endbestände von 15,2 auf 15,8 Mio. t.
 
Das USDA hat die globalen Endbestände im April von 183,8 Mio. t auf 186,7 nach oben korrigiert. Gleichzeitig wurden auch die US-Bestände von 15,2 Mio. t auf 15,9 Mio. t nach oben gesetzt.
 

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