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Neues vom Hanf: Mehr THC im Hanfanbau erlaubt

Nutzhanf in der Sonne
am Freitag, 03.12.2021 - 16:30 (Jetzt kommentieren)

Für Landwirte, die Hanf anbauen, ändern sich die Bedingungen. Mit der neuen Gemeinsamen Agrarpolitk (GAP) sind höhere THC-Gehalte erlaubt. Was bedeutet das?

Immer noch wabert ein Hauch Bob Marley mit, wenn es um Hanf geht. Der süße Duft vernebelt aber auch die Wirklichkeit. Und das macht es für Landwirte nicht gerade leichter, wenn sie Nutzhanf anbauen wollen. Mit der Ampelkoalition könnte sich etwas ändern. Schon jetzt kommt aus Brüssel eine Veränderung für alle, die Hanf auf ihren Feldern wachsen lassen wollen.

Wieviel THC darf im Nutzhanf sein?

Der Rat der EU hat einen Vorschlag des Parlaments angenommen, wonach der THC-Höchstgehalt für Nutzhanf auf dem Feld von 0,2 Prozent auf 0,3 Prozent steigt. Wieder steigt, denn bis 1999 lag er ohnehin bei 0,3 Prozent. 0,1 Prozent mag nicht viel erscheinen, aber gerade die trockenen Sommer haben häufig den THC-Gehalt auf 0,3 Prozent hochgetrieben.

Es ist natürlich kein Freibrief und gilt nur für Direktzahlungen. Darunter fallen jetzt Hanfsorten, die im EU-Katalog eingetragen sind und einen THC-Gehalt von höchstens 0,3 % aufweisen. Damit wächst die Zahl der im EU-Katalog zugelassenen Hanfsorten. Ohnehin ist es in Europa weiterhin möglich, Hanf mit einem THC-Gehalt von mehr als 0,3 % anzubauen. Wenn es die Vorschriftendes jeweilige Landes erlauben. Das ist durchaus unterschiedlich: Italien beispielsweise erlaubt einen Grenzwert von 0,6 %, Tschechien gar 1,0 %. Unterm Strich begrüßen Hanf-Anbauer aber die neue Regelung. „Dies ist ein großer Tag für den Hanfsektor und für eine grünere Zukunft in Europa“, sagt Daniel Kruse, Präsident der European Industrial Hemp Association (EIHA). Und Bob Marley lacht im Himmel.

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