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Niedersachsen: Guter Start bei Raps- und Weizenernte

© Sven Brentrup/aboutpixel
von , am
24.07.2014

Oldenburg - Kaum war die Wintergerste in Niedersachsen eingebracht, begannen die ersten Landwirte in der vergangenen Woche mit der Rapsernte. Die LWK Niedersachsen rechnet mit einer guten Ernte.

In Unterfranken rechnen 62 Prozent der Umfrageteilnehmer mit einer Ernte, die 20 % unter dem Mittel liegt. © Mühlhausen/landpixel
Auf einigen Standorten sind die Bestände jedoch noch recht grün - die häufig ungleichmäßige Abreife des Rapses bereitet den Landwirten immer wieder Schwierigkeiten bei der Ernte, weil das Dreschen dadurch unterbrochen wird. Dennoch erwarten die Fachberater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen eine gute Ernte.
 
Auf den leichteren Böden, auf denen der regelmäßige Niederschlag für eine gute Wasserversorgung der Pflanzen gesorgt hat, rechnen die Fachleute sogar mit sehr guten Erträgen. Beim Raps bedeutet das vier bis fünf Tonnen pro Hektar. Grundsätzlich seien die Rapsbestände gut aus dem Winter gekommen und gesund. Die guten Bedingungen des frühen und warmen Frühlings haben allerdings zu einem starken Massezuwuchs zu Lasten des Kornzuwuchses geführt.
 
Die Stängel der Pflanzen sind gut ausgeprägt und haben auch viele Schoten angesetzt, ob die Tausendkornmasse (TKM) dem gewünschten Wert entspricht, bleibt abzuwarten, so die Fachleute. 

Weizenernte startet noch vor Raps

Auch die Weizenernte begann bereits am vergangenen Wochenende. Durch die rapide Abreife hat damit die Ernte der nach Mais weltweit wichtigsten Getreideart noch vorm Einbringen des Rapses begonnen. Auf guten Standorten sprechen die Experten der Kammer von guten bis sehr guten Erträgen - erste Druschergebnisse zeigen sich sehr vielversprechend. Die Erträge werden jedoch vermutlich in weiten Bereichen schwanken, da vielfach infolge der starken Niederschläge Lager entstanden ist und auch Pilzkrankheiten die Pflanzen befallen haben.
 
Die Fachleute befürchten auch Einbußen bei der Qualität, sollte der Weizen reif sein und aufgrund von Niederschlägen nicht geerntet werden können. In diesen Fällen fällt die Fallzahl ab. Sollte die Fallzahl für Backweizen zu gering sein, könnte der eingebrachte Weizen nur als Futterweizen verkauft werden - was wiederum den Preis drücken würde. Eine andere Gefahr sei, dass der sich im Lager befindliche Weizen zu keimen beginnt und auswächst: Das sei zuletzt 2010 der Fall gewesen. Es bleibt aber zu hoffen, dass sich das Wetter in den nächsten Tagen eher von seiner besseren Seite zeigt und eine reibungslose Ernte zulässt.

Vegetationsreport: Bodenbearbeitung nach Raps (23. Juli)

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