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Obst: Ernte unter Durchschnitt

von , am
23.08.2012

Berlin - Der deutsche Bauernverband schätzt die diesjährige Obsternte eher unterdurchschnittlich ein. Das verkündete DBV-Präsident Rukwied auf der gestrigen Erntepressekonferenz.

Im Zuge der Russlandkrise schnürt die EU-Kommission ein zweites Hilfspaket für Obst- und Gemüseerzeuger. © Grey59/pixelio
Im Rahmen der gestrigen Erntepressekonfernz schätzte der Deutsche Bauernverband auch die deutsche Obsternte ein. Nach der normalen Obsternte im Jahr 2011 fällt die diesjährige Obsternte nur unterdurchschnittlich aus. Bei der wichtigsten Kultur, dem Apfel, wächst nach derzeitiger Kenntnis eine Apfelernte von rund 933.000 Tonnen heran (im Vorjahr 953.000 Tonnen). Das bedeutet eine um 2 Prozent niedrigere Erntemenge als im vergangenen Jahr.

Schlechtere Ernte als im Vorjahr

Bei Birnen erwarten wir in Deutschland eine Erntemenge von etwa 38.000 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr mit 47.000 Tonnen bedeutet das ein Minus von 19 Prozent.
 
Bei Süßkirschen werden in Deutschland in diesem Jahr rund 26.700 Tonnen erwartet, womit das Vorjahresergebnis von 37.000 Tonnen um fast 30 Prozent verfehlt wird.
 
Bei Sauerkirschen konnte in 2012 ebenfalls nur eine geringe Erntemenge von 16.300 Tonnen eingefahren werden und damit wurde das wiederum nur mengenmäßig schlechte Vorjahr mit 22.500 Tonnen erneut deutlich unterschritten. Hier fehlen rund 25 Prozent zur letztjährigen Ernte. Ursachen für die geringere Erntemenge sind neben den Frösten im April weitere Rodungen. Der Markt hat die Erntemengen aber gut aufgenommen.
 
Die Pflaumen- und Zwetschgenernte dürfte nach dem nur schlechten Jahr 2011 mit 49.000 Tonnen auch in 2012 nicht besser ausfallen. Auch hier haben Blütenfröste erneut die Mengen stark reduziert, sodass die Erntemengen zwischen 45.000 und 50.000 Tonnen liegen dürften.

Schwieriges Jahr für Erdbeerbauern

Die diesjährige Erdbeerernte liegt bei nur rund 138.000 Tonnen. Aufgrund der feuchten Witterung war es für die Erdbeerbauern ein sehr schwieriges Jahr, da viele Früchte auf dem Feld nässebedingt verfaulten. Darüber hinaus haben die Blütenfröste im April die Mengenerwartungen dezimiert.
Der Saisonverlauf 2012 war deshalb sehr unausgeglichen, dennoch konnte eine vergleichsweise gute Versorgungslage am Markt erreicht werden, wobei die Preisentwicklungen nicht für alle Erzeuger zufriedenstellend waren.
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