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Aus der Wirtschaft

Sind Obst und Gemüse noch erschwinglich?

von , am
08.07.2013

Bonn - Der lange Winter und das nasse Frühjahr haben die Verbraucherpreise für frisches Obst und Gemüse steigen lassen. Kurzen Überblick über die aktuelle Preise stellt die AMI bereit.

AMI: Preise für Obst und Gemüse gestiegen. © Reiner Sturm/aboutpixel
War Gemüse im Mai 2013 im Vergleich zum Vorjahresmonat noch 19 Prozent teurer, entspannte sich die Situation im Juni jedoch bereits. Hier mussten die Verbraucher "lediglich" sechs Prozent mehr für frisches Gemüse zahlen als noch ein Jahr zuvor.
 
Anders stellte sich die Situation bei Obst dar. Während die Verbraucher im Mai 10 Prozent mehr für frisches Obst als im Mai des Vorjahres zahlen mussten, stieg der vergleichbare Wert im Juni auf gut 12 Prozent.
 

Höhenflug der Spargelpreise

Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft beobachtet im Rahmen ihres Verbraucherpreisspiegels die Preisentwicklung einer Vielzahl an Obst- und Gemüsearten. Unter den Gemüsearten stellte Spargel gemessen an den Ausgaben das Schwergewicht im Juni dar. Mit einem Preisrückgang von ca. drei Prozent im Juni 2013 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum trug Spargel maßgeblich zu einer nachlassenden Teuerung für Frischgemüse im Juni bei. Verantwortlich für den sinkenden Preis war eine Verschiebung der Erntesaison der späten Sorten nach hinten. Im Mai mussten die Verbraucher noch rund 13 Prozent mehr für Spargel zahlen als im Mai des Vorjahres.

Saure Preise für süße Äpfel

Innerhalb der Frischewarengruppe Obst war es vor allem die Preisentwicklung bei Äpfeln, die zur Teuerung des Segments beitrug. Sie kosteten rund 24 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Marktbeobachter sprachen Mitte Juni davon, dass Preiserhöhungen mit dem Ziel, die Bestände zu strecken und die Saison auszudehnen, an der Tagesordnung stünden. Im Mai fiel die Teuerung mit einem Wert von rund 18 Prozent etwas moderater aus, wenngleich sie sich auch zu der Zeit auf einem hohen Niveau befand.
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