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Ökolandbau

Öko-Erträge fallen weiter zurück - vor allem beim Raps

© Katharina Krenn/agrarheute
pd/af
am
07.01.2016

Die Auswertung einer neuen Studie zeigt, dass die Schere der Erträge zwischen Ökolandbau und konventionellem Anbau größer wird. Bei diesen Kulturen ist der Ertrag zurückgegangen:

Deutliche Ertragsunterschiede zeigt die Studie vom Industrieverband Agrar vor allem beim Raps auf. © IVA

Das Ertragsniveau des ökologischen Landbaus in Deutschland ist im Vergleich zum konventionellen Anbau weiter zurückgegangen. Das berichtet der Industrieverband Agrar (IVA) und bezieht sich auf eine aktuelle Auswertung von Vergleichsbetriebsdaten durch die HFFA Research GmbH, der Forschungs- und Politikberatungsgesellschaft des Humboldt Forum for Food and Agriculture e. V.

Weizen: Erträge gefallen

Während Bio-Bauern in den drei Wirtschaftsjahren 2007/08 bis 2009/10 auf vergleichbaren Flächen noch durchschnittlich 45 Prozent der Weizenerträge ihrer konventionell wirtschaftenden Berufskollegen erzielten, sind die Erträge in den Wirtschaftsjahren 2011/12 bis 2013/14 auf durchschnittlich 43 Prozent gefallen.

Konventionelle Betriebe erwirtschafteten demnach auf gleicher Fläche zuletzt 132 Prozent mehr Weizen – im Vergleichszeitraum waren es "nur" 121 Prozent mehr. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei allen wesentlichen Ackerkulturen. Bio-Betriebe brauchen laut IVA für die gleiche Erntemenge mehr als die doppelte Fläche.

Große Ertragsunterschiede beim Raps

Bei der Gerste legten die konventionellen Betriebe im gleichen Zeitraum von 91 Prozent auf 100 Prozent Mehrertrag zu; bei anderem Getreide von 102 Prozent auf 114 Prozent. Besonders stark ging die Schere beim Raps auseinander: Während konventionelle Betriebe in den Wirtschaftsjahren 2007/08 bis 2009/10 noch 56 Prozent höhere Flächenerträge hatten als Bio-Betriebe, ist der Mehrertrag in den Wirtschaftsjahren 2011/12 bis 2013/14 auf 81 Prozent gestiegen.

Die Datengrundlage lieferte das sogenannte Testbetriebsnetz des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Hier werden repräsentative Daten von Betrieben beider Bewirtschaftungsformen unter ähnlichen Bedingungen (u. a. Betriebsgröße, Standort) erhoben und verglichen.

Strohernte: ICT-System von Claas an der Quadrant 3400

Das ICT-System funktioniert aktuell in der Kombination von Quadrant 3400 und Axion 800 Cmatic und 900er-Baureihe und dem Xerion. © Mumme/Schranz/traction
Die Pickup ist der begrenzende Faktor, wenn es um die Füllung der Presse geht. Schwankungen im Hydraulikdruck bedeuten hier unterschiedliche Auslastungen. © Mumme/Schranz/traction
Fährt die Presse auf "Optimale Dichte", hat der Raffer mehr Zeit gleichgroße Pakete in den Presskanal zu geben; die Ballen werden dichter. Am Rafferlager wurde ein Drehmomentsensor (r.) angebracht, der den Auslastungszustand an das ICT übermittelt. © Mumme/Schranz/traction
ICT kommuniziert über den ISOBUS-Standard, stellt aber eine Erweiterung des üblichen Funktionsumfang da. Einstellung am ICT erfolgen über ein ISOBUS- Display, im Test-Fall am Claas Communicator. DerRegler zeigt die Fahrstrategie: Links werden die Ballen dichter, rechts bedeutet mehr Durchsatz. © Mumme/Schranz/traction
Die Daten der abgebildeten Punkte werden im Steuergerät der Presse verrechnet und geben dem Traktor die beste Geschwindigkeit vor. © Grafik Claas
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