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ÖV-Flächen in Bayern: Umbruch ab 16. Januar möglich

pd
am
28.10.2015

In Bayern können Ökologische Vorrangflächen bereits ab dem 16. Januar 2016 umgebrochen werden. Dieser vorgelegte Termin gilt auch für Winterkulturen und Winterzwischenfrüchte.

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner teilte in München mit, das der Freistaat die rechtlichen Spielräume ausnutzt und den Umbruchtermin auf den 16. Januar vorverlegt. Somit können die bayerischen Landwirte künftig mit dem Bodenumbruch bereits einen Monat früher beginnen. Dieser Termin gilt nach Ministeriumsangaben auch für Winterkulturen und Winterzwischenfrüchte, die nach Ernte von ÖVF-Leguminosen anzubauen sind.

Bodenstruktur soll verbessert werden

Die Vorverlegung des frühestmöglichen Umbruchtermins soll laut Brunner auch dazu beitragen, Bodenverdichtungen zu vermeiden und eine gute Bodenstruktur zu erhalten. Dies dient dem Erosionsschutz, der Grundwasserneubildung, der Wasser- und Nährstoffversorgung der Kulturpflanzen und damit auch der Bodenfruchtbarkeit. Die Vorgaben zum Erosionsschutz auf erosionsgefährdeten Flächen sowie die Bestimmungen der Agrarumweltmaßnahmen sind allerdings weiterhin einzuhalten.

Erosionsschutzstreifen auch bei Sommerkulturen

Die Vorverlegung des frühestmöglichen Umbruchtermins wird mit der Novellierung der Erosionsschutzverordnung zum 1. Januar 2016 umgesetzt. Gleichzeitig wird den Landwirten die Möglichkeit eingeräumt, die Verpflichtungen der Erosionsschutzverordnung durch die Anlage von Erosionsschutzstreifen nicht nur bei Mais und Zuckerrüben, sondern bei allen Sommerkulturen einzuhalten.
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