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Pflanzenzüchtung: Schlüsseltechnologie für die Zukunft

von , am
28.01.2011

Bonn - Unter dem Motto "Was wäre die Welt ohne die Pflanzenzüchtung?" präsentieren sich die Pflanzenzüchter auf der Internationalen Grünen Woche 2011.

Der internationale Austausch von Pflanzensorten ist wichtig, um die Nutzpflanzen möglichst gut an unterschiedliche Bedürfnisse anzupassen. © Mühlhausen/landpixel

In der Halle 23 a des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zeigt die Branche am Beispiel der Kartoffel, welche Lösungsansätze sie zur Bewältigung globaler Herausforderungen wie Klimawandel oder Welternährung leistet.

Moderne und innovative Sorten 

"Mit modernen Sorten passen die Züchter Pflanzen den Anforderungen der sich ändernden Umwelt an. Wir müssen frühzeitig erkennen, was Landwirtschaft, Konsumenten und Wirtschaft in der Zukunft verlangen werden. In der Öffentlichkeit besteht oftmals wenig Kenntnis über den Aufwand, den diese Züchtungsarbeit bedeutet. Die Entwicklung einer neuen Kartoffelsorte dauert bis zu zehn Jahre", erläutert Dr. Carl-Stephan Schäfer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP) den Auftritt auf der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Nach wie vor ist die Kartoffel das wichtigste Grundnahrungsmittel der Deutschen.

Die Kartoffel neu entdecken  

Auf der Grünen Woche können die Besucher Speisekartoffeln mit verschiedenen Kocheigenschaften verkosten. Darüber hinaus wird die Vielfalt am Beispiel von 27 verschiedenen Sorten dargestellt. "Die Auswahl an Kartoffelsorten mit unterschiedlichen Eigenschaften ist natürlich viel größer. 2010 waren insgesamt 341 Kartoffelsorten zugelassen", sagt Schäfer. Erfolge der Züchtung liegen neben der Ertragssteigerung auch in der Verbesserung der Verarbeitungsqualität sowie Fortschritten bei Resistenzen. Dies ist nur durch konsequente Forschungsaktivitäten möglich.

Sonderschau "nature.tec" 

Die Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung e. V. (GFP) entwickelt, bewertet und setzt meist mehrjährige Forschungsprojekte mit Züchtern und Wissenschaftlern um. Ergebnisse aus abgeschlossenen und laufenden Projekten der Gemeinschaftsforschung stellt die GFP an ihrem Stand am Beispiel der Biogasfruchtfolgen auf der Sonderschau nature.tec in Halle 4.2 vor. (pd)

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