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Wetter

Phänologische Uhr: So weit ist die Vegetation voraus

Gerstenernte
am Donnerstag, 05.07.2018 - 08:10 (Jetzt kommentieren)

„Dieses Jahr ist die Vegetation viel früher dran“ – das Bauchgefühl lässt sich auch belegen: Die phänologische Uhr zeigt tagesaktuell, wie weit die Natur ist.

„Dieses Jahr ist die Vegetation viel früher dran“ – was für viele ein Bauchgefühl ist, lässt sich auch belegen. Die phänologische Uhr vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zeigt an, wie viel früher oder später als im langjährigen Mittel die Jahreszeiten beginnen.

Und das gemittelt für Deutschland oder heruntergebrochen auf die Bundesländer. Der DWD aktualisiert die Uhr täglich.

Das Prinzip ist einfach: aus den Eintrittszeiten charakteristischer Vegetationsstadien lässt sich das phänologische Jahr konstruieren. Jede typische Jahreszeit wird mit bestimmten Zeigerpflanzen eröffnet, beispielsweise der Hochsommer mit der Lindenblüte. Die beginnt im langjährigen Bundesschnitt am 18.6., in diesem Jahr genau 14 Tage früher.

Zwei Ringe zeigen den Vergleich

Phänologische Uhr

Die phänologische Uhr wird in zwei Ringen dargestellt, bei der der äußere das langjährige Mittel und der innere das aktuelle Jahr darstellt. Anhand der Verschiebungen in den einzelnen Segmenten lässt sich die Uhr leicht ablesen.

In diesem Jahr besonders typisch: Der Vorfrühling begann fast drei Wochen früher als üblich, dauerte dafür aber länger. Die anschließenden Phasen Erst- und Vollfrühling und Frühsommer fielen dafür deutlich kürzer aus.

So belegt die phänologische Uhr, was jeder in diesem Jahr spüren konnte, nicht erst seit der extremen Trockenheit und dem bundesweiten Erntebeginn: Das Wetter schaltete innerhalb kürzester Zeit von Winter auf Hochsommer um. Zur Jahresmitte ist die Vegetation im Bundesschnitt um zwei Wochen voraus.

Live vom Feld: Ernte 2018

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