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Preisaufschläge nach neuem USDA-Bericht

© Mühlhausen/landpixel
von , am
13.08.2013

Die gestrige Veröffentlichung des US-Landwirtschaftsministeriums hat viele Analysten überrascht: Es prognostiziert mehr Weizen, aber weniger Mais und Soja. Die Folge waren kräftige Preisaufschläge.

© Beuermann/landpixel
Kräftige Aufschläge für Mais und Soja sowie etwas festere Preise für Weizen waren die unmittelbaren Reaktionen des Marktes auf die Ergebnisse des neuen USDA-Reports.
 
Hinter den Preisausschlägen verbargen sich einige Überraschungen für Analysten, Händler und für Landwirte. Wie so oft in den letzten Monaten könnte sich die Einschätzung des Marktes zu den neuen Eckdaten im Verlauf des Abends jedoch noch ändern und auch den Preisen eine andere Richtung geben.
 
Gegen 19.30 Uhr (MEZ) waren die Gewinne beim Mais und beim Weizen schon wieder zusammengeschmolzen und der Weizen notierte zeitweise sogar im Minus. Beim Soja blieb der kräftige Aufschlag erst einmal bestehen.

Soja: US-Produktion schrumpft stärker

Am kräftigsten legten die Sojapreise am Montag Abend zu. Zwischen 2,5 und knapp drei Prozent (%) kletterten die Kontraktpreise für die verschiedenen Termine. Grund war die kräftige und über den Erwartungen liegende Korrektur der neuen US-Sojaernte nach unten.

Mais: Ernte in den USA wird kleiner

Besonders überraschend für den Markt war allerdings die Einschätzung des USDA zum Maismarkt. Hier nahmen die USDA-Experten die US-Produktion zurück. Dabei hatten die meisten Analysten sogar eine Korrektur der Produktion nach oben erwartet. Gleichzeitig wurden die Endbestände reduziert.
 
Gleichwohl bleibt es die größte US-Ernte überhaupt und auch weltweit ist dies mit 957 Mio. t die größte jemals erreichte Produktionsmenge. Ausgeglichen wird der Produktionsrückgang der USA zudem durch die größere Ernte in der Ukraine.
 
Für die EU bleibt die Schätzung bei 65,6 Mio. t und der EU-Import nimmt leicht auf 7,5 Mio. t zu. Insgesamt bleibt der Markt sehr gut versorgt.

Weizen: Riesenernte reicht gerade so

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Beim Weizen hat es eigentlich die wenigsten Überraschungen gegeben. Trotzdem legten die Weizenpreise zunächst einmal gestützt durch die steigenden Maispreise zu. Dabei blieb die US-Produktion mit 57,5 Mio. t sogar unverändert zum Vormonat und musste nicht wie erwartet nach unten gesetzt werden.
 
Deutlich nach oben ging es wie erwartet mit der globalen Weizenproduktion auf jetzt 705 Mio. t. Gleichzeitig steigt jedoch auch der Verbrauch - insbesondere von Futterweizen - an und übertrifft damit sogar die Rekordproduktion. Der Export klettert ebenfalls und dürfte die Preise weiter stützen.
 
Gleichzeitig sind die Endbestände geringfügig kleiner als im Juli gedacht und verharren damit im Prinzip auf dem sehr niedrigen Stand des Vorjahres. Grund für den Produktionsanstieg gegenüber Juli ist die deutlich nach oben gesetzte Ernte für die EU, die größere Produktion in der Ukraine und im Kasachstan. Russlands Ernte wird weiter stabil geschätzt.
Die vollständige Meldung mit Preisen und Erntemengen finden Sie in unserem Marktkompass ...
 
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