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Preisträger düngen heterogene Schläge am Besten

von , am
18.06.2010

Bockerode - Die "NL Neue Landwirtschaft" hat auf den DLG Feldtagen den Innovationspreis Precision Farming an drei landwirtschaftliche Unternehmen vergeben.

Die drei Preisträger zusammen mit Jury und Sponsoren (zum Vergrößern klicken). © NL

Die NL Neue Landwirtschaft, das Magazin für Agrarmanager, hat bei den DLG-Feldtagen auf dem Rittergut Bockerode in Springe-Mittelrode (Niedersachsen) den InnovationspreisPrecision Farming an drei landwirtschaftliche Unternehmen vergeben.

Die Auswahl unter den 15 Bewerbern war nicht einfach. Gewürdigt wurden im Einsatz befindliche Lösungen beim Teilflächenspezifischen Pflanzenbau, bei Automatisierung sowie Dokumentation und Kontrolle.

Als Preisträger 2010 wurden von der Jury ausgewählt:

  • Agrahand GmbH Sermuth, Großbothen (Sachsen), Geschäftsführer Jens Otto
  • Landwirtschaftlicher Betrieb Manfred Hurtz, Nideggen (Nordrhein-Westfalen) und
  • Neu-Seeland Agrar GmbH Reinstedt, Falkenstein/Harz (Sachsen-Anhalt), Geschäftsführer Herbert Lisso.

Sponsoren der Preisgelder von je 1.000 Euro sind: DKB Deutsche Kredit Bank, Yara und Amazone. 

Die drei Sieger im Überblick

Agrarhand GmbH Sermuth:

Viele Verfahren des ursprünglichen Precision Farming-Gedankens, die der Betrieb früher einmal angeboten hat und die er dank verfügbaren Wissens und der Technik heute noch anbieten kann, vermittelt er seit mehreren Jahren im Zuge der weiteren Spezialisierung an andere Dienstleister. Die Firmenphilosophie zielt darauf ab, das gesamte Lohnunternehmen im Bereich Applikationstechnik auf Precision Farming im Online-Verfahren auszurichten.

Diese Verfahren sind:

  • die N-Düngung in flüssiger und fester Form
  • der gesamte Pflanzenschutz in den Bereichen mit gesicherter Grundlage wie Wachstumsregler-, Abreifesteuerung und Fungizidanwendungen sowie
  • die Applikation von Mikro- und Makronährstoffen nach vorhandenen Daten.

Landwirtschaftlicher Betrieb Manfred Hurtz:

Im dritten Jahr setzt Manfred Hurtz mittlerweile den Yara N-Sensor in Weizen, Raps und Gerste ein. Insgesamt bringt er damit auf 200 Hektar (140 ha im eigenen Betrieb + Lohnarbeit) Stickstoff teilflächenspezifisch aus. Damit engagiert sich der Landwirt aktiv im Wasserschutz und steht innerhalb seiner Wasserkooperation beispielgebend für eine praktikable Lösung, um zu hohen Nitratwerten im Boden Einhalt zu bieten. Mit teilflächenspezifischem Pflanzenschutz beschäftigt sich Manfred Hurtz schon seit sechs Jahren und war seiner Zeit bisweilen voraus.

Neu-Seeland Agrar GmbH Reinstedt:

Vereinfachtes Verfahren zur Erstellung von ewigen Potenzialkarten auf der Grundlage mehrjähriger Erfahrung mit Ertragskarten und Kalibrierung der ausgewiesenen Heterogenität auf Winterweizenertrag in einem mittleren Jahr nach der Vorfrucht Winterraps.

Die Vorstellung der Preisträgerbetriebe können Sie in der NL Neue Landwirtschaft Juli 2010 (erscheint 15. Juli) und ab Anfang Juli als pdf auf www.NeueLandwirtschaft.de lesen. (pd)

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