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Queckenbekämpfung: Gewusst wie

von , am
29.06.2011

Die jetzt einsetzende Ernte in der Wintergerste läßt Spielraum, um die Quecken effektiv und konsequent vor der Folgefrucht Raps zu bekämpfen.

 
Queckenbekämpfung: Auch aus phytosanitärer Sicht wichtig
 
Wegen der oft beobachteten Probleme mit Schwarzbeinigkeit und Virusblattläusen, für die die Quecke Zwischenwirt ist, ist die Queckenbekämpfung auch aus phytosanitärer Sicht sehr wichtig.
 
Neben den genannten Problemen ist die Quecke weiterhin ein bedeutsamer Zwischenwirt für Fusarien und Rostkrankheiten sowie auch der Sattelmücke.

Flache Stoppelbearbeitung unmittelbar nach dem Drusch

Um die ausreichend zur Verfügung stehende Zeit zu nutzen, muss unmittelbar nach dem Drusch eine möglichst flache Stoppelbearbeitung erfolgen. Durch diese Stoppelbearbeitung bildet die neu auflaufende Quecke mehr Rhizome aus, als wenn keine Stoppelbearbeitung erfolgt. Durch den Mähdrescher nur oberirdisch abgeschnittene Quecken benötigen erfahrungsgemäß viel länger zum Aufbau neuer Blattmasse als unter der Bodenoberfläche abgeschnittene Quecken, die aus den Rhizomen neu austreiben.

Glyphosat richtig einsetzen

Die Queckenbekämpfung kann dann, wenn die Quecke vier bis fünf neue Blätter gebildet hat, mit einem zugelassenen Glyphosat-Produkt erfolgen. Entscheidend für den Glyphosat-Einsatz ist eine hohe Glyphosatkonzentration in der Spritzbrühe. Die Spritzung auf noch leicht taunasse Pflanzen ist möglich, wenn feintropfig und mit niedriger Wassermenge gespritzt wird.
 
Eine Ausbringung von Grunddüngern oder Kalken sollte erst nach der Spritzung durchgeführt werden, weil der Staubbelag die Glyphosatwirkung erheblich einschränkt. Die auf die Behandlung folgende Stoppel-/Grundbodenbearbeitung sollte erst dann durchgeführt werden, wenn sich die Triebe leicht mit der Hand aus den Stengeln ziehen lassen. Auch Quecken, die durch Gülle verbrannt oder benetzt wurden, nehmen deutlich weniger Wirkstoff auf.
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