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Raiffeisenverband schätzt Getreideernte etwas größer

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von , am
17.04.2014

Berlin - Der Deutsche Raiffeisenverband rechnet in seiner zweiten Ernteschätzung mit einer etwas größeren (+0,3 Millionen Tonnen) Getreideernte als noch im März. Das kühlere Wetter hat den ursprünglichen Vegetationsvorsprung etwas gedämpft.

Voraussichtlich werden die Landwirte 2017 etwas weniger Braugerste aussäen. Rund die Hälfte der Flächen sind schon bestellt. © Mühlhausen/landpixel
Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hat seine Erwartungen an die Getreideernte in Deutschland in seiner zweiten Ernteschätzung leicht nach oben korrigiert.
 
Er rechnet jetzt mit einer leicht überdurchschnittlichen Getreideernte in Höhe von 47,3 Millionen Tonnen (Mio. t) - das sind 0,3 Millionen Tonnen mehr als in der ersten Schätzung erwartet. Gegenüber dem Vorjahr (47,8 Mio. t) wäre dies ein leichter Rückgang.

Die Ernteschätzung im Überblick

Die Weizenernte prognostiziert der DRV derzeit mit 24,7 Mio. t und damit erneut leicht unter Vorjahresniveau. Bei Wintergerste erwartet der DRV bei einer geringfügig angestiegenen Anbaufläche mit gut 8,5 Mio. t eine nahezu konstante Erntemenge im Vergleich zum Vorjahr. Beim Roggen wird aufgrund der deutlich eingeschränkten Anbaufläche (- 16,7 Prozent) mit einem Mengenrückgang im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel auf 3,7 Mio. t gerechnet.
 
Die Rapsbestände haben sich in den vergangenen Wochen aufgrund des milden Wetters zügig entwickelt. Die Blüte setzte teilweise bereits Anfang April ein, so früh wie selten zuvor. Bei einer Anbaufläche von 1,43 Millionen Hektar (Mio. ha) erwartet der DRV derzeit eine Erntemenge leicht unter Vorjahresniveau in Höhe von gut 5,5 Mio. t.
 
Auf der Basis von Saatgutverkäufen und den durchschnittlichen Anbauflächen der vergangenen fünf Jahre geht der DRV von einer Aussaatfläche für Sommergerste von rund 350.000 ha und damit einem Rückgang von knapp 10.000 ha im Vergleich zum Vorjahr aus.
Für Mais wird eine leichte Zunahme der Anbaufläche um gut 20.000 ha auf knapp 520.000 ha erwartet.

Kühleres Wetter dämpft Vegetationsvorsprung

Aufgrund des in diesem Jahr sehr zeitigen Frühjahrs hat die Aussaat des Sommergetreides außerordentlich früh begonnen und wurde bereits in der zweiten Märzhälfte mit Ausnahme für den Mais nahezu vollständig beendet. 

Das in weiten Teilen Deutschlands kühlere Wetter in den vergangenen zehn Tagen hat den Vegetationsvorsprung der Kulturen teilweise reduziert. Während der Verband in seiner März-Schätzung insgesamt von drei bis vier Wochen ausging, beziffert er den Vorsprung derzeit auf zwei bis drei Wochen.
 
Die jüngsten Niederschläge haben in zahlreichen Regionen für Entspannung gesorgt. Die Kulturen befinden sich insgesamt noch in einem guten Zustand. Allerdings hoffen die Raiffeisen-Genossenschaften weiterhin auf spürbare Regenfälle, damit die Niederschlagsdefizite der vergangenen Wochen und Monate ausgeglichen werden können. Die nächste Ernteschätzung veröffentlicht der Raiffeisenverband Mitte Mai.
Tabellen zur zweiten Ernteschätzung des DRV finden Sie hier ...

Vegetationsreport: Blütenspritzung im Raps

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