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Aus der Wirtschaft

Raps: 4 Fakten für hohe Preise

von , am
07.07.2015

Der Rapsmarkt wird 2015/16 deutlich knapper versorgt sein als im Vorjahr. Auch die Vorräte könnten kräftig schrumpfen. Für die Ufop gibt es gleich mehrere Faktoren, die den Preis nach oben treiben.

Die deutsche Rapsernte wird dieses Jahr auf etwa fünf Millionen Tonnen geschätzt. © Joas/ah
In Europa haben die Preise wegen der Trockenheit und der sinkenden Ertragsaussichten zum Ende der Saison 2014/15 bereits einen Sprung nach oben gemacht. Gleichzeitig war das Kassamarktangebot sehr knapp. Hinzu kommt, dass der Rapsmarkt im Vergleich zum Vorjahr deutlich knapper versorgt ist. Auch das Angebot wird voraussichtlich deutlich kleiner -  sowohl in der Europäischen Union als auch weltweit. Laut Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) sind das alles Anzeichen für steigende Rasppreise.

Preistreibende Faktoren im Überblick:

    1. Kleinere Anbaufläche und niedrigere Erträge lassen deutlich kleinere Rapsernte erwarten Verarbeiter haben großen Bedarf,
    2. Verbrauch in der EU könnte Erzeugung übersteigen Vorzüglichkeit von Raps wächst,
    3. Preisverhältnis zu Weizen seit Wochen über 2:1
    4. Rapspreise starten fest und über Vorjahresniveau in die neue Saison
     

    Kleinere Anbaufläche

    © AMI
    Die Anbaufläche für Raps wurde in allen Haupterzeugungsländern der EU-28 eingeschränkt, so dass die Erzeugung deutlich sinkt. Auf einer etwa ein Prozent kleineren Anbaufläche könnten schätzungsweise nur noch rund 21 Millionen Tonnen Raps produziert werden. Das wären fast drei Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr. Auch die ungünstige Vegetationsbedingungen haben die Ernteaussichten getrübt.
     
    Globale Rapsernte auf niedrigem Niveau
     
    Der Deutsche Raiffeisenverband hat die Rapsernte in Deutschland zuletztauf etwa fünf Millionen Tonnen geschätzt. Das wäre etwa ein Fünftel weniger als letztes Jahr. Der Handel in Deutschland könnte sich beim Bedarf der Ölmühlen wieder beleben.
    Im europäischen Haupterzeugungsland Frankreich schrumpft die Rapsernte um schätzungsweise 8 Prozent auf 5,1 Millionen Tonnen.
     Die globale Rapserzeugung 2015/16 wird nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) auf 68,5 Millionen Tonnen taxiert. Damit ist sie auf den niedrigsten Stand seit 2012/13.

    Globalen Vorräte auf dem niedrigsten Stand

    Der weltweite Verbrauch wird mit knapp 70 Millionen Tonnen rund 1,4 Millionen Tonnen unter Vorjahresergebnis gesehen, aber damit deutlich über der Erzeugung. Die globalen Vorräte könnten mit 5,4 Millionen Tonnen auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren sinken.
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