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Ölsaaten

ADM verarbeitet ab 2016 Donau-Soja in Bayern

von , am
16.10.2015

Einer der größten Ölsaatenverarbeiter, ADM, baut seinen Standort im bayrischen Straubing aus und steigt in die Sojaverarbeitung ein. Ab Mitte 2016 wird in Straubing gentechnikfreier, europäischer Sojaschrot produziert.

Der Ölsaatenverarbeiter ADM erweitert seinen Standort in Straubing um eine Sojaverarbeitungsanlage. © ZVI
Die Archer Daniels Midland Company (ADM), einer der größten Ölsaatenverarbeiter weltweit, gab gestern den Ausbau seines Ölmühlenstandorts im bayerischen Straubing bekannt. Ab Mitte nächsten Jahres will ADM Bohnen aus der "Donau Soja"-Produktion verarbeiten.
 
"Die Möglichkeit, an diesem Standort Sojabohnen zu verarbeiten, erlaubt uns, den wachsenden Bedarf an zertifiziertem Nicht-GVO Sojaschrot vor allem in Deutschland, Österreich und in der Schweiz zu bedienen. Gleichzeitig können wir durch die zusätzliche Verarbeitungslinie flexibel auf die Anforderungen der Märkte reagieren", sagte Rene van der Poel, General Manager von ADM Straubing.

Donau-Soja-Ernte: 2,2 Mio. Tonnen

Trotz wesentlich niedrigerer Hektarerträge geht der Verein Donau-Soja von einer gleichbleibenden Soja Produktion 2015 in Europa aus. Die geringeren Mengen konnten durch die vergrößerten Anbauflächen ausgeglichen werden. In der Donauregion (ohne Ukraine) wurden die Sojaflächen zwischen 2012 und 2015 auf rund 950.000 Hektar beinahe verdoppelt. Dies entspricht bei einer normalen Ernte einer Menge von fast 3 Millionen Tonnen, bei einer schwachen Ernte wie heuer sind es zirka 2,2 Mio. t., erklärt Donau-Soja.
 

Video: Regionales Soja

 
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