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Wetterrückblick

Agrarwetter: So wirkte sich der Herbst auf die Kulturen aus

Rapsfeld im Winter
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Anke Fritz, agrarheute
am
02.01.2017

Der Herbst 2016 vermieste mit seiner trockenen und warmen Witterung vor allem den Rapsanbauern die Laune.

Der Herbst 2016 hat aufgrund seiner Trockenheit den Zyklus vieler Winterkulturen und Bäume durcheinandergebracht. Darauf hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) in einem Rückblick auf das Agrarwetter von September bis November des vergangenen Jahres hingewiesen. Laut Wetterdienst hat Deutschland im vergangenen Jahr einen der wärmsten Septembermonate seit Aufzeichnungsbeginn erlebt. Die trockene und warme Witterung habe insbesondere die Winteraussaat der Landwirte behindert.

Hier finden Sie die Wetteraussichten für ihre Region.

Trockenheit im Herbst: Wintergetreide läuft ungleichmäßig auf

Der Winterraps sei teils ungleichmäßig aufgelaufen, und auch ein Zuflug von Rapserdflöhen habe begonnen. Bei der Mitte September einsetzenden Zuckerrübenkampagne habe es aufgrund von Trockenheit Probleme bei der Rodung der Hackfrüchte gegeben. Zudem seien die ausgesäten Bestände an Wintergetreide nur zögernd und ungleichmäßig aufgelaufen.

Dem sei ein kühler Oktober gefolgt, dessen Niederschläge die Bodenfeuchtevorräte wieder etwas aufgefüllt und die Entwicklung der Winterkulturen begünstigt hätten, so der DWD. Wenn auch nicht überall das Niederschlagssoll erreicht worden sei, habe sich die Bodenfeuchtesituation entspannt, wobei die Befahrbarkeit der Felder vielfach erhalten geblieben sei. Die Feuchtigkeit im Boden habe die Keim- und Auflaufbedingungen der Winterkulturen verbessert, und ein wirksamer Einsatz von Bodenherbizide sei möglich gewesen.

Extreme Temperaturgegensätze im November

Andere Herbstarbeiten wie der Einsatz von Wachstumsreglern oder die noch ausstehende Winterweizenaussaat hätten erfolgen können, während die Ernte von Zuckerrüben, späten Kartoffeln und Silomais zügig fortgesetzt worden sei. Verabschiedet hat sich der Herbst nach Angaben des Wetterdienstes mit einem facettenreicher November, der extreme Temperaturgegensätze gebracht habe.

Mit Material von AgE

Frostiger November versetzt Kulturen in Winterruhe

Ab dem ersten Adventswochenende habe eine ausgeprägte Kältewelle eingesetzt, die einige Winzer in den Weinbaugebieten in West- und Süddeutschland für eine frühe Eisweinlese genutzt hätten. Der frostige Ausklang des Novembers habe dann die Pflanzenwelt flächendeckend in die Winterruhe entlassen.

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