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Ölsaaten

Argentinien: Große Sojaernte lässt Preise purzeln

von , am
09.01.2013

Die rekordhohen Produktionsprognosen für die neue Sojaernte in Argentinien werden durch gute Witterungsbedingung in den Anbauprovinzen erneut unterfüttert.

Soja-Aussaat: Die Sojapflanze braucht viel Wärme und Wasser zum Keimen. © oekolandbau.de
In Argentinien haben die verbesserten Witterungsbedingungen der Aussaat von Soja einen kräftigen Schub versetzt. Rund 85 Prozent der geplanten Fläche waren Anfang Januar bepflanzt. Das meldete die Getreidebörse Buenos Aires letzte Woche in einer aktuellen Markteinschätzung. Nach den exzessiven Regenfällen der letzten Wochen erwarten die Wetterdienste jetzt blauen Himmel und Sonnenschein in den wichtigsten Anbauprovinzen für Soja und Mais.
 
 

Rekordernte wird immer wahrscheinlicher

Die rekordhohen Produktionsprognosen für die neue Sojaernte erhalten wegen der verbesserten Witterungsbedingungen natürlich neue Nahrung. Die USDA-Schätzung von Dezember lag immerhin bei 55 Millionen Tonnen (Mio. t) und damit rund 14 Mio. t über dem Ergebnis des letzten Jahres und auch über dem bisherigen Rekordergebnis von 2009 (52,7 Mio. t). Die letzte Ernte-Schätzung der zweiten großen argentinischen Getreidebörse in Rosario lag bei 53 Mio. t und damit etwa auf dem Niveau von 2009. Ein Ergebnis der derzeit erwarteten Rekordernte wären auch rekordhohe Exporte des drittgrößten Sojaexporteurs und des mit Abstand größten Exporteuers von Sojaschrot und Sojaöl.

Preise sind nicht zu halten

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Sowohl an den südamerikanischen Verladehäfen als auch an den internationalen Märkten haben die Preise auf die neuen Rekordprognosen aus Südamerika reagiert. In den USA fiel der Exportpreis für Sojabohnen vom 20. Dezember bis zum 07. Januar von knapp 577 US-Dollar pro Tonne auf knapp 553 US-Doller pro Tonne (fob Gulf). In Hamburg kostete Sojaschrot (44 Prozent) am 7. Januar rund 391 Euro pro Tonne und damit gut 20 Euro weniger als noch am 20. Dezember.
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