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Ölsaaten

Ausfallraps nicht zu groß werden lassen

von , am
05.09.2012

Nach der Ernte sind viele Flächen unbearbeitet liegen geblieben: Raps ist bereits im 4- bis 6-Blattstadium und das Ausfallgetreide ist bestockt. Die Folge sind Probleme mit Schädlingen und Krankheiten in den nachfolgenden Kulturen.

Auch eine einmalige Überfahrt (Stoppelbearbeitung) nach der Ernte ist selten ausreichend. Die Zeit bis zur Getreideaussaat im September ist zu lang - der auflaufende Raps darf das 4-Blattstadium nicht erreichen.
 
Die konsequente Bekämpfung sollte, wenn möglich, zunächst durch die Bodenbearbeitung erfolgen. Glyphosathaltige Produkte können verwendet werden, wenn Wurzelunkräuter bekämpft und/oder die Weiterübertragung von Wurzelkrankheiten (beispielsweise Ophiobolus) verhindert werden soll.

Folgeschäden durch Ausfallraps

Was für Folgen entstehen durch zu großem Ausfallraps? Bei genauer Betrachtung ist bereits Peronospora (Falscher Mehltau) auf der Blattunterseite erkennbar. Außerdem sind die Fraßstellen des Rapserdflohs an einigen Rapsblättern sichtbar.
 
Eine Kontrolle der Schläge auf Fraßstellen kann helfen, dass bevorstehende Risiko besser abzuschätzen. Die feucht-warme Witterung hat häufig zu Phoma-Infektionen (Phoma lingam) geführt. Durch Wind und Regen können die Ascosporen auf den frisch bestellten Raps gelangen und zu Infektionen des Wurzelhalses führen.

Auflaufenden Raps schützen

Der Ausfallraps sollte rechtzeitig bekämpft werden, um den auflaufenden Raps zu schützen. Die Rapsstoppeln müssen umgebrochen und zerkleinert werden, um die Weiterverbreitung der Erreger von Kohlhernie und Verticillium zu minimieren. Diese Krankheiten nehmen in vielen Regionen zu. 

Den Boden jetzt gut für die Rapsaussaat vorbereiten (22. August)

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