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Ölsaaten

Brandenburg: Rapsbestände eher schwach

von , am
09.07.2012

In Brandenburg ist ungefähr ein Drittel der Rapsbestände eher dünn und schwach. Die ungünstige Witterung hat zu einem ungleichmäßigen Abreifen oder sogar Abwerfen der Schoten geführt.

© jean jannon/aboutpixel.de
In Brandenburg ist die Anbaufläche für Raps um 7,8 Prozent angestiegen. So bauten die Landwirte in diesem Jahr auf 127.000 Hektar Raps an. Allerdings musste auch hier ein Teil der Fläche (3,5 Prozent) aufgrund der Auswinterungsschäden umgebrochen werden. Gut ein Drittel der auf dem Feld stehenden Bestände seien eher dünn und schwach, teilte der Landesbauernverband von Brandenburg auf seiner Erntepressekonferenz vergangene Woche mit.
 

Rapsertrag deutlich unter langjährigem Mittel

Das Abblühen der Bestände verlief aufgrund der Witterung über einen langen Zeitraum sehr ungleichmäßig, sodass auch die Schoten zu unterschiedlichen Zeiten abreifen werden. Der Wassermangel seit Mitte Mai hat dazu geführt, dass vielerorts die Schoten abgewurfen wurden oder die obersten Schoten gar nicht erst ausgebildet wurden.
 
Die Erträge schätzt der Landesbauernverband auf 26 Dezitonnen pro Hektar, was einer Erntemenge von nur 330.000 Tonnen entspricht. Für Brandenburg ist das zwar gegenüber dem schlechten Vorjahr eine Steigerung von zwölf Prozent im langjährigen Vergleich fehlen allerdings 22 Prozent. Der Durchschnittsertrag der Jahre 2007 bis 2011 wird mit gut 33 Dezitonnen pro Hektar angegeben. Zum Ölgehalt wurden noch keine Schätzungen abgegeben.

Anbaufläche für Mais geht leicht zurück

Deutlich positivere Prognosen gab der Landesbauernverband für Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben und Sonnenblumen ab: "Die stehen gut. Die hohen Temperaturen und auch der Regen im Juni haben die Jugendentwicklung beschleunigt." Der Wassermangel Mitte Mai verursachte allerdings bei Mais, der nach Mitte Mai als Zweitfrucht gelegt wurde, Vegetationsrückstände. Leicht rückläufig ist die Anbaufläche für Mais (einschließlich Körnermais) mit 169.000 Hektar, was einem Minus von 2,3 Prozent entspricht.

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