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Ernte 2016

Brandenburg: Im Schnitt 1 t/ha weniger Raps vom Acker als 2015

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
28.07.2016

Brandenburgs Rapsbauern müssen sich in diesem Jahr mit einer enttäuschenden Ernte bescheiden. Der Rückgang beträgt im Schnitt eine Tonne pro Hektar.

Im Vergleich zum Vorjahr werden die Landwirte in Brandenburg trotz vergrößerter Anbauflächen rund 100.000 Tonnen weniger ernten und bei aktuellen Preisen somit einen Einnahmeverlust von rund 33 Millionen Euro einfahren. Wie der Landesbauernverband (LBV) Brandenburg mitteilt, werden die Landwirte im Schnitt eine Tonne Raps weniger pro Hektar ernten als noch 2015.

Als Hauptursachen nennt der LBV:

  • Frost im Winter mit starken Auswinterungsschäden
  • starker Schädigung durch Rapserdfloh und Kohlfliege
  • lange Trockenperioden im Frühjahr

25 Prozent weniger Raps

So bleibt die diesjährige Rapsernte deutlich hinter den Erwartungen zurück: Im Vergleich zum Vorjahr wird ein Minus von 25 Prozent erwartet. Aus Brandenburg werden damit insgesamt wohl nur 350.000 Tonnen kommen und dies, obwohl die Anbauflächen im vergangenen Jahr um 3.000 auf rund 133.000 Hektar ausgedehnt wurden.

Bauernverband: Neonikotinoide Beize fehlt

Als weiteren Grund für die einbrechenden Erträge führt der LBV das Fehlen der neonikotinoiden Beizen an.

  • So konnten Brandenburgs Bauern vor zwei Jahren auf einer kleineren Anbaufläche noch mehr als 500.000 Tonnen Raps ernten.
  • Liegt der Flächenertrag in diesem Sommer nur bei etwa 27 Dezitonnen je Hektar, erntete man 2014 noch rund 38 Dezitonnen je Hektar.

Durch das Fehlen der neonikotinoiden Beizen stehe derzeit keine effektive Methode zur Bekämpfung der Schädlinge zur Verfügung. Laut LBV könnte sich das Problem in den folgenden Jahren weiter verstärken, weshalb über eine Neubewertung des Einsatzes der fraglichen Mittel nachzudenken sei.

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