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Ölsaaten

Copa-Cogeca: Ausweitung des Sojaanbaus in 2014

© Mühlhausen/landpixel
von , am
23.12.2013

Brüssel - Copa-Cogeca sagen in ihrer Einschätzung der Anbauplanungen der EU für 2014 eine deutliche Ausdehnung des Sojaanbaus voraus. Insgesamt wird eine Erhöhung der Fläche von 19,1 Prozent erwartet.

Der Anbauschwerpunkt der Eiweißpflanze liegt in Süddeutschland: 2014 wurde in Bayern auf 7.000 Hektar Soja angebaut. © Mühlhausen/landpixel
Die Erntemenge bei den Ölsaaten in der EU-28 wird 2013 auf 31 Mio. t geschätzt, teilte der Verband der Getreidehändler in der EU, Coceral, kürzlich in seiner Dezember-Schätzung mit. Im Jahresabstand ist das ein Plus von knapp vier Mio. t. Die EU-Landwirte- und -Genossenschaftsverbände Copa-Cogeca sagen in ihrer Einschätzung der Anbauplanungen der EU - allerdings ohne Kroatien - für die Ernte 2014 eine deutliche Ausdehnung des Sojaanbaus von 19,1 Prozent voraus. Die Flächen für Sonnenblumen erhöhen sich laut der europäischen Interessenvertretung um 5,7 Prozent und jene für Raps um 3,4 Prozent.
 
Insgesamt wird eine Erhöhung der Ölsaatenfläche um 4,8 Prozent prognostiziert. Auch der Proteinpflanzenanbau wird sich laut Copa-Cogeca merklich um voraussichtlich sieben Prozent ausdehnen. Besonders bei Erbsen sehen die Verbände eine Zunahme von 14,7 Prozent, während die Areale bei Bohnen und Süßlupinen um 3,8 Prozent beziehungsweise 1,1 Prozent sinken sollen.

Getreideernte nimmt zu

Die Getreideernte inklusive Mais in der EU-28 wird 2013 voraussichtlich knapp 303 Millionen Tonnen (Mio. t) erreichen. Verglichen mit 2012 ist das ein Plus von 25 Mio. t. Die Prognosen für die Maisproduktion 2013 belaufen sich auf 64,8 Mio. t, das sind etwas weniger (rund 600.000 t) als noch im Oktober vorhergesagt und um etwa sieben Mio. t mehr als im Vorjahr.
 
Während Ungarn und Rumänien Zuwächse bei Mais um zwei Mio. t auf 6,6 Mio. t beziehungsweise 4,4 Mio. t auf 9,9 Mio. t verzeichneten, gab es etwa in Österreich einen Rückgang um 400.000 Tonnen (t) auf 1,6 Mio. t, in Frankreich um 300.000 t auf 15,2 Mio. t und in Deutschland um 800.000 t auf 4,7 Mio. t.
 
Für die Weichweizen-Produktion 2013 in den EU-28 erwartet der Verband insgesamt 135,9 Mio. t, was einem Anstieg von mehr als 600.000 t im Vergleich zu seiner vorherigen Schätzung und im Jahresvergleich einem Plus von fast genau zehn Mio. t entspricht.

Rückgänge bei Durumweizen und Gerste

In der Prognose über die bestellten Getreideflächen im Jahr 2014 geht Copa-Cogeca von einem leichten Minus von 0,6 Prozent aus. Rückgänge werden bei Durumweizen (minus 6,1 Prozent), Gerste (minus fünf Prozent) und Hafer (minus 4,3 Prozent) vorhergesagt. Anbauzuwächse werden bei Weichweizen (1,6 Prozent), Mais (1,5 Prozent), Roggen (2,2 Prozent), Triticale (6,6 Prozent) und Sorghum (21,5 Prozent) erwartet.
 
"Die Winteraussaat sieht soweit gut aus, steht jedoch noch wegen Auswinterungsschäden unter Druck, sodass es zu früh ist, um die Entwicklung vorherzusagen. Erst im März können die Landwirte die Situation ihrer Anbauflächen besser einschätzen", betonte Max Schulman Vorsitzender der Copa-Cogeca Arbeitsgruppe Getreide.

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