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Ölsaaten

Deutschland schiebt EU-Rapsernte an

© landpixel
von , am
11.10.2013

Die zweitgrößte europäische Weizenernte überhaupt verkünden die EU-Experten. Aber auch die EU-Rapsernte wurde erneut nach oben korrigiert - wegen der guten deutschen Ernte.

Der Raps hat seine Aufwärtstendenz an der Matif gestern fortgesetzt. © hapo/landpixel
Ausschlaggebend für die Aufwärtskorrektur beim Raps sind die größeren Ernten in Deutschland, Rumänien und Litauen. Nach unten ging es für Bulgarien und Österreich. Per Saldo liegt die von den EU-Experten erwartete Erntemenge jetzt bei 20,5 Millionen Tonnen und damit nochmals 0,3 Millionen Tonnen höher als im August. Im Vergleich zum letzten Jahr wäre die europäische Produktion 6,5 Prozent größer. Die Analysten von Töpfer International haben die europäische Rapsernte Ende September auf 20,8 Millionen Tonnen veranschlagt.
 
Für Deutschland rechnen die EU-Analysten anstelle der im August erwarteten knapp 5,4 Mio. t Raps jetzt mit einer Produktion von knapp 5,8 Mio. (+ 0,4 Mio. t). Das wäre eine 1,0 Mio. t größere Ernte als im letzten Jahr (4,8 Mio. t). Gleichzeitig wäre Deutschland mit dieser Erntemenge größter Rapsproduzenten der EU. Das Statistischen Bundesamt veranschlagte die deutsche Rapsernte Anfang Oktober auf 5,77 Mio. t
 

Weizen: Knapp 135 Millionen Tonnen

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
In der Europäischen Union wurde dieses Jahr die zweitgrößte Weizenernte überhaupt eingebracht. Zu diesem Ergebnis kam zum Monatswechsel die EU-Kommission. Die EU-Experten haben ihre Einschätzung zur diesjährigen Weichweizenernte von 131,3 Mio. t auf 134,9 Mio. t nach oben geschraubt. Damit würde die Weizenernte des Vorjahres nicht nur um mehr als 10 übertroffen sondern die bisherige Rekordernte aus dem von 2008 nur noch um gut 4 Mio. t verfehlt.
 
Wichtige Analystenhäuser wie Strategie Grains, Töpfer International, Coceral und das USDA hatten ihre Erwartungen an die europäische Weizenernte ebenfalls nach oben korrigiert und liegen teilweise noch über der Schätzung der Kommission. Trotz des Produktions- und Angebotszuwachses haben europäischen Weizenpreise in den letzten drei Wochen kräftig zugelegt und erreichten Anfang Oktober den höchsten Stand seit zweieinhalb Monaten.
  

Gerste: drittgrößte EU-Ernte

Die EU-Kommission hat ihre Schätzung zur diesjährigen Gerstenproduktion in der EU Anfang Oktober nach oben korrigiert. Damit wäre dies die drittgrößte bislang überhaupt in der Europäischen Union eingebrachte Gerstenernte. Gegenüber der letzten Schätzung wurde die erwartete Produktionsmenge um 0,6 Mio. t auf jetzt 59,6 Mio. t nach oben gesetzt.
 
Gegenüber dem vorigen Wirtschaftsjahr wäre die derzeit erwartete Gerstenernte von 59,6 Mio. t rund 5,5 Mio. t größer und die Produktion aus dem Jahr 2011 würde um 8,3 Mio. t übertroffen. Die September-Prognose der Analysten von Strategie Grains und Töpfer International liegt mit 59,0 Mio. bzw. mit 59,1 Mio. t allerdings etwas unterhalb der Schätzung der Kommission.
 
Für Deutschland setzte die Kommission ihre Prognose von 10,1 Mio. t auf 10,4 Mio. t. Gegenüber dem letzten Jahr ist dies eine unveränderte Produktion. Das BMELV hatte die deutsche Produktion in seinen letzten Ernteprognose auf 10,4 Mio. t geschätzt und damit ebenso groß wie 2012.

Marktreport: Erntefazit zum Silomais

 
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