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Düngeverordnung

Drei Ansätze, Stickstoff zu Raps effizienter zu düngen

AF_Raps-Herbstdüngung
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Karl Bockholt, agrarheute
am
23.07.2018

Die Düngeverordnung fordert Bilanzsalden für Stickstoff von maximal 50 kg/ha im dreijährigen Mittel. Das ist vor allem im Rapsanbau eine echte Herausforderung.

Die Stickstoffdüngung zu Winterraps muss effizienter werden. Wissenschaftler der Uni Kiel wollen das durch ein präziseres Düngungsmanagement erreichen. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) finanziert das Forschungsprojekt. Das startet zur diesjährigen Rapssaat. Drei Schritte sind geplant:

1. Methode je nach Frischmasse verbessern

Ausgangspunkt ist die Frischmassemethode. Dabei orientiert sich die Düngung an Stickstoff (N) an der N-Menge im oberirdischen Rapsbestand zum Vegetationsende im Herbst. Dieses Konzept soll durch eine erweiterte Datenbasis auf der Grundlage neuer N-Steigerungsversuche auf sechs Standorten in Deutschland verbessert werden. Dazu dient auch die Analyse vorhandener Daten aus historischen Feldversuchen.

2. Schätzrahmen zur Nachlieferung entwickeln

Im Fokus steht, einen praxistauglichen Schätzrahmen zu entwickeln für die standortspezifische N-Nachlieferung unter Rapsbeständen. Die wird in der Praxis zurzeit nur grob abgeschätzt. Das geht bisher über Zu- und Abschläge je nach Vorfrucht.

3. Schließlich teilflächengenau düngen

Ein weiteres Modul des Projekts soll laut UFOP ein bestehendes Konzept zur teilflächenspezifischen Stickstoffdüngung von Winterraps weiterentwickeln. Das basiert auf spektralen Reflexionsmessungen.

Überprüft wird darin besonders, wie sich drohnen- und satellitengestützt ermittelte Karten der N-Mengen im Bestand besser einsetzen lassen.

Dazu werden zunächst Schätzgleichungen aufgestellt. Sie ermitteln die N-Menge aus spektralen Bildern. Auf deren Grundlage sollen dann Düngeversuche folgen. Ziel ist es, ganz konkrete Handlungsempfehlungen für die Rapsdüngung abzuleiten.

Mit Material von UFOP, AgE

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