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Herbstbestellung

Nach der Ernte die Wurzelunkräuter angehen

Keimblattstadium der Ackerkratzdistel
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
28.07.2017

Nach der Getreide- und Rapsernte kann gegen Wurzelunkräuter vorgegangen werden. Welche Mittel versprechen einen guten Bekämpfungserfolg?

Nach der Getreide- und Rapsernte ist eine Bekämpfung von Wurzelunkräutern mit Starane XL, Kyleo und Glyphosat-Mitteln grundsätzlich möglich, schreibt das Regierungspräsidium Stuttgart in seiner Pflanzenbau-Empfehlung an die Landwirte.

Dabei sind nach Angaben der Pflanzenbauexperten folgende Auflagen zu beachten:

  • Starane XL wird mit einer Aufwandmenge von 1,8 Liter/ha und hervorragender Wirkung gegen die Zaunwinde eingesetzt. Gegen eine Mischverunkrautung mit Acker- und Zaunwinde, Distel, Quecke wird der Einsatz einer Tankmischung, beipielsweise mit Dominator 480 TF (3,75 Liter/ha), empfohlen. Um einen guten Bekämpfungserfolg zu erzielen, müssen die Winden frisch ausgetrieben haben und zirka 20 cm lang sein.

Mittel Kyleo gegen Wurzelunkräuter

Kyleo erfasst alle Wurzelunkräuter, neben den Winden-Arten insbesondere auch den Ackerschachtelhalm, schreiben die Pflanzenbauexperten weiter. Aufgrund der Bodenwirkung des Wuchsstoffes (2,4-D) müssten zur Vermeidung von Kulturschäden in der Folgekultur folgende Abstände zwischen Anwendung und Aussaat eingehalten werden:

  • Getreide 3 Tage
  • Phacelia 14 Tage
  • Raps, Senf und Leguminosen 28 Tage

Zeitabstand bei Glyphosat-haltigen Mitteln einhalten

Glyphosat-haltige Pflanzenschutzmittel eignen sich zur Distel und Queckenbekämpfung. Wichtig ist vor allem, bei der Anwendung der entsprechenden Mittel einen Abstand von 40 Tagen zwischen Spritzungen einzuhalten, wenn der Gesamtaufwand von zwei aufeinanderfolgenden Spritzanwendungen mit gleichen und anderen Glyphosat-haltigen Mitteln die Summe von 2,9 kg Glyphosat/ha überschreitet (NG352).

Grundsätzlich ist bei den Stoppelbehandlungen darauf zu achten, dass Freiflächen, die nicht landwirtschaftlich genutzt werden - wie Wegränder, Wege, Böschungen, Feldraine - nicht getroffen werden. Wer vorsätzlich oder fahrlässig diese Flächen abspritzt, handelt ordnungswidrig. Der Verstoß ist zudem Cross Compliance relevant.

Mit Material von Regierungspräsidium Stuttgart

Selbstfahrende Pflanzenschutzspritzen: Ein Marktüberblick

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