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Ölsaaten

Europäische Rapsernte erfüllt nicht die Erwartungen

© landpixel
von , am
01.08.2013

Die EU-Kommission hat ihre Erwartung zur laufenden europäischen Rapsernte Ende Juli nach unten gesetzt. Den Ausschlag gaben unter anderem die Produktionskorrekturen für Deutschland.

Der Raps legte an der Matif 8,50 Euro zu und verabschiedete sich vom Februar-Kontrakt mit 350,25 Euro je Tonne. © hapo/landpixel
Die EU-Kommission hat ihre Erwartung zur laufenden europäischen Rapsernte Ende Juli nach unten gesetzt. Ausschlaggebend sind die Produktionskorrekturen für Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich und für Polen.
 
Nach oben ging es indessen für eine ganze Reihe von osteuropäischen Staaten. Per Saldo liegt die von den EU-Experten erwartete Erntemenge bei 19,9 Millionen Tonnen (Mio. t) und damit rund 0,2 Mio. t niedriger als im Juni.

Deutsche Ernte wird kleiner

Unter anderem hat die Kommission die Ernteschätzung auch für Deutschland nach unten gesetzt. Anstelle der im Juni erwarteten 5,3 Mio. t Raps rechnen die EU-Analysten jetzt nur noch mit einer Produktion von knapp 5,1 Mio. t. Auch das wäre allerdings noch eine größere Ernte als im letzten Jahr. Gleichzeitig wäre Deutschland mit dieser Erntemenge größter Rapsproduzenten der EU vor Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Polen. Der DRV schätzte die neue deutsche Rapsernte Mitte Juli auf 5,6 Mio. t und damit noch erheblich größer.
 
Erneut leicht nach unten korrigiert hat die Kommission die Ernteschätzung für Frankreich. Für das Vereinigte Königreich lag die aktuelle EU-Ernteschätzung bei knapp 2,3 Mio. t - ebenfalls eine Korrektur nach unten. Eine Produktion von knapp 2,3 Mio. t erwarten die EU-Experten außerdem auch für Polen.

Bessere Ernten in Osteuropa

Um 0,1 Mio. t nach oben korrigiert hat die Kommission ihre Einschätzung zur Rapsernte in Tschechien. Hier liegt die Erntemenge mit 1,2 Mio. t damit auch leicht höher als im Vorjahr. Größere Rapsernten als im Vormonat und vor allem als im als im letzten Jahr erwarten die Kommissionexperten für Rumänien, Bulgarien, Ungarn und für die Slowakei.

Rapspreise kräftig gefallen

Die europäischen Rapspreise standen zuletzt massiv unter Druck. Hauptgründe waren der starke Preisrückgang am Sojamarkt und die guten Ernteprognosen für Europa und Kanada. Im deutschen Großhandel kostete Rapssaat Anfang dieser Woche an den wichtigsten Handelsplätzen (August) zwischen 340 und 350 Euro/t und damit rund 60 Euro weniger als vor vier Wochen. Am europäischen Terminmarkt notierte man den August-Termin bei knapp 350 Euro/t.
Die vollständige Meldung finden Sie in unserem Marktkompass ...
 

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