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Ölsaaten

Europäische Rapsernte über 20 Millionen Tonnen

© landpixel
von , am
02.09.2013

Die EU-Kommission hat ihre Erwartung zur europäischen Rapsernte Ende August nach oben gesetzt. Die Rapspreise sind im August gestiegen.

An der Matif legte der Raps 4,75 Euro auf 364,25 Euro je Tonne zu. © agrar-press
Während die Ernten in Deutschland, Polen und Tschechien größer ausfallen sollen, schätzt die EU-Kommission die Rapsernte für das Vereinigte Königreich und einige baltische Länder jetzt geringer ein.
 
Per Saldo liegt die von den EU-Experten erwartete Erntemenge jetzt bei 20,2 Millionen Tonnen (Mio. t) und damit rund 0,3 Mio. t hoher als im Juli.

Deutsche Ernte nach oben korrigiert

Nach oben gesetzt hat die Kommission die Ernteschätzung für Deutschland. Anstelle der im Juli erwarteten knapp 5,1 Mio. t Raps rechnen die EU-Analysten jetzt mit einer Produktion von knapp 5,43 Mio. (+ 0,3 Mio. t). Das wäre eine 0,6 Mio. t größere Ernte als im letzten Jahr.
 
Gleichzeitig wäre Deutschland mit dieser Erntemenge größter Rapsproduzenten der EU vor Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Polen.
 
Der DBV schätzte die neue deutsche Rapsernte Mitte August auf 5,6 Mio. t und damit noch etwas größer. Töpfer erwarte sogar eine Deutsche Rapsproduktion von 5,8 Mio. t.

Die Situation in den Nachbarländern

Unverändert gelassen hat die Kommission im August mit 4,4 Millionen Tonnen Raps die Ernteschätzung für Frankreich. Für das Vereinigte Königreich lag die aktuelle EU-Ernteschätzung nur noch bei 2,08 Mio. t.
 
Eine Produktion von fast 2,6 Mio. t erwarten die EU-Experten im August für Polen.
 
In Osteuropa sind die Ernteerwartungen gut. Um gut 0,1 Mio. t nach oben korrigiert hat die Kommission ihre Einschätzung zur Rapsernte in Tschechien. Etwas nach unten ging es im August mit den Produktionserwartungen für Rumänien, Lettland sowie Ungarn und Österreich. Dennoch ist die Ernte Rumänien, Bulgarien und Ungarn deutlich größer als im letzten Jahr.

Rapspreise im August gestiegen

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Die europäischen Rapspreise haben im August erheblich von der Rallye am Sojamarkt profitiert und wurden mit nach oben gezogen. Fundamental spricht jedoch vieles gegen weiter steigende Rapspreise. Es sei denn die Ernteaussichten für Soja in USA verschlechtern sich im September weiter. Sowohl in der EU als auch international (Kanada) ist das Angebot an Raps jedenfalls sehr gut.
Im deutschen Großhandel kostete Rapssaat Ende der Woche an den wichtigsten Handelsplätzen (September) zwischen 362 und 368 Euro/t und damit rund zehn bis 15 Euro mehr als vor vier Wochen.
Die ausführliche Meldung finden Sie im Marktkompass ...
 

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