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Ölsaaten

Europäische Union: Größere Rapsernte erwartet

von , am
28.02.2012

Die Ernteprognosen für Raps gestalten sich für 2012 positiv. Trorz gleicher Anbaufläche gegenüber 2011 wird eine Produktionzuwachs erwartet.

Der Raps legte am Freitag ganze 5,50 Euro je Tonne an der Matif zu und schloss knapp unter 370 Euro. © Mühlhausen/landpixel
Die Anbaufläche von Raps für die neue Ernte 2012 fällt in der Europäischen Union mit 6,7 Millionen Hektar fast ebenso groß aus wie 2011. Wegen der höheren Erträge gehen die Experten der EU-Kommission in ihrer ersten Ernteprognose für 2012 jedoch von einem Produktionszuwachs von knapp fünf Prozent auf dann 20,2 Millionen Tonnen aus. Damit wäre die Produktionsmenge knapp eine Millionen Tonnen größer als 2011, so dass der Importbedarf von drei Millionen Tonnen im letzten Jahr, auf 2,5 Millionen Tonnen im kommenden Wirtschaftsjahr zurückgeht.
 
Allerdings könnte die Deckung der Bedarfslücke trotzdem schwieriger werden als im letzten Jahr, denn mit der Ukraine verzeichnet einer der wichtigsten Lieferanten von Raps für die Europäische Union (EU) offenbar einen kräftigen Produktionsrückgang. Die Schätzungen der kältebedingten Minderproduktion liegen in der Ukraine derzeit zwischen 30 und 40 Prozent, bezogen auf die im letzten Jahr geernteten 1,5 Millionen Tonnen Raps.

Anbaufläche bei Sonnenblumen stabil

Die Entwicklung der Anbauflächen von Ölsaaten in der EU.

Eine wenig veränderte Anbaufläche erwartet man in der EU im Jahr 2012 beim Anbau von Sonnenblumen. Allerdings wurde der Anbau im letzten Jahr (2011) auch um zwölf Prozent auf 4,2 Millionen Hektar ausgedehnt. Die Produktionsmenge schätzt die EU-Kommission derzeit auf 7,67 Millionen Tonnen und damit knapp neun Prozent kleiner als im letzten Jahr, jedoch immer noch höher als in den letzten drei Jahren davor.
 
Mit einem Rückgang zum Vorjahr rechnet die Kommission zudem beim Anbau von Soja in der EU. Hier könnte die Fläche 2012 um zehn Prozent auf insgesamt 350.000 Hektar schrumpfen. Bei einer Produktionsmenge von etwa eine Millionen Tonnen müssen insgesamt 12,8 Millionen Tonnen Soja zu Weiterverarbeitung als Eiweißfutter importiert werden. Das wäre in etwa so viel wie 2012.
 
 
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