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Ölsaaten

Frühling startet: Raps streckt sich jetzt schnell

von , am
08.04.2013

Isernhagen - Angesichts des sehr späten Vegetationsbeginns hat der Rapool-Ring den Landwirten zu einer an die Verhältnisse angepassten Bestandesführung im Raps geraten.

Wer den Raps mit den richtigen Nährstoffen versorgt, senkt das Auswinterungsrisiko. © Mühlhausen/landpixel
Wie die Isernhagener Züchtergemeinschaft mitteilte, werden die Bestände bei steigenden Temperaturen sofort in die Streckungsphase übergehen. Die Stickstoffdüngung sollte somit umgehend mit schnell verfügbaren Düngern abgeschlossen werden, um in der verbleibenden Vegetationszeit und der kürzer ablaufenden Pflanzenentwicklung ausreichend Nährstoffe bereitzustellen. Der Rapool-Ring wies darauf hin, dass P, K und Mg die Regeneration und Stresstoleranz der Rapspflanzen förderten. Zur Absicherung der Versorgung mit Bor sollten hiervon 200 bis 300 g pro Hektar pflanzenschutzbegleitend gedüngt werden. Eine sorten- und standortangepasste Empfehlung gebe auch der online verfügbare WR- Kalkulator.
Nach Angaben des Landvolkes Niedersachsen hinkt die Vegetation "inzwischen rund vier Wochen hinter dem normalen Zeitplan hinterher". Zwei Wochen könne die Natur aufholen, noch größere Rückstände führten aber zu deutlichen Ertragseinbußen. Das treffe für das Wintergetreide ebenso zu wie für Winterraps. Die Kulturen hätten sich im Herbst gut entwickelt; dieser Vorsprung sei aber "nun längst passé", unterstrich der Landesbauernverband.

Korrekter Einsatz von Wachstumsreglern

Zu frühe und zu kräftige Wachstumsreglereinsätze könnten in diesem Frühjahr die Regeneration der Pflanzen eventuell negativ beeinflussen, rät die Züchtergemeinschaft Rapool. Der Wachstumsregler- Einsatz sollte ab Gummistiefelhöhe der Rapsbestände mit einem Mittel mit fungizider Nebenwirkung erfolgen. Bei ausreichender Feuchte und normaler Witterung könnten die Stoffe eher fungizidbetont oder eher wachstumsregulatorisch angewendet werden. Bei ausgeprägter Trockenheit sollte der Einsatztermin nach hinten verschoben werden. Ziel sei eine Homogenisierung des Blühverlaufs und eine leichte Verzögerung des Blühbeginns, um zwei bis drei Tage für die vegetative Entwicklung zu gewinnen.

Neues Insektizidmodul von Rapool

Rapsanbauer können neben dem ProPlant-Schädlingsprognosemodul künftig auch auf ein neu entwickeltes Insektizidmodul von Rapool zurückgreifen. Wie der Isernhagener Züchterring mitteilt, basiert das Modul auf der empfohlenen Bekämpfungsstrategie 2013 des Fachausschusses für Pflanzenschutzmittelresistenz. Der Nutzer erhalte eine Insektizidempfehlung unter Berücksichtigung der zu bekämpfenden Schädlinge sowie des Rapsglanzkäfer-Befallsdrucks.
 
In weiteren Schritten würden die jeweiligen Auflagen zum Bienenschutz sowie die Anwendungsempfehlungen der Insektizide angezeigt, selbst wenn sie in Tankmischungen mit Fungiziden oder Wachstumsreglern angewendet würden, berichtet Rapool. Der Züchterring sieht das Insektizidmodul als Beitrag zur nachhaltigen Bestandsführung im Rapsanbau sowie zum Bienenschutz.
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