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Ölsaaten

Gelbschalen: 70 Prozent Rapsglanzkäfer

© landpixel
von , am
12.04.2012

München - Der Schädlingsbefall im Raps ist jedes Jahr ein wichtiges Thema. Die aktuelle Umfrage auf agrarheute.com zeigt, welche Schädlinge in den Gelbschalen gefunden wurden.

Die Dichte des Käferauftretens wird in den Gelbschalen nicht erfasst, hierzu muss zusätzlich die Schüttelprobe durchgeführt werden. © Mühlhausen/landpixel
In unserer Umfrage haben wir nachgefragt, welche Schädlinge vermehrt in den Gelbschalen gefunden wurden. Mit über 70 Prozent ist der Rapsglanzkäfer am häufigsten geklickt worden. Rapsstängelrüssler und Kohltriebrüssler wurden mit 19,3 beziehungsweise 8,4 Prozent bisher weniger gefunden.

Aussagen über Befallsdruck und -verlauf möglich

Umfrageergebnisse
Gelbschalen haben sich als Signalgeber für das Auftreten zahlreicher Schädlinge bewährt. Sie lassen Aussagen über Befallsdruck und -verlauf zu. Dabei werden mindestens vier Gelbschalen pro Schlag im Bestand verteilt. Gut erfaßt werden der Erstanflug einer Käferart (wichtig bei Stengelrüßlern) sowie die Flugaktivität der Tiere in Abhängigkeit von der Witterung. Nicht erfaßt wird die Dichte des Käferauftretens wie zum Beispiel Käfer pro Pflanze oder Käfer pro Quadratmeter. Hierzu muss ergänzend die SchütteIprobe durchgeführt werden.

Gelbschalen frühzeitig aufstellen

Von Ende April bis Anfang Juni findet man im Stängelinneren Larven von Rapsstängelrüssler und Kohltriebrüssler in durch Kot verbräunten Fraßgängen. Der Rapsglanzkäfer frisst an den Knospen, deren Pollenseine Nahrungsgrundlage bildet. Der Knospenfraß führt zu Ertragsverlusten. Die Eiablage und Larvenentwicklung haben in der Regel keine Bedeutung für den Schaden. Bei beiden Käfern sollten frühzeitig Gelbschalen aufgestellt werden, denn die ersten wärmeren Tage im Frühjahr (in manchen Jahren schon im Februar) lösen häufig schon stärkeren Zuflug der Stängelrüssler aus. Im Bestand sind die Stängelrüssler nur schwer zu finden, weil sie sich bei Störungen sofort fallen lassen. Da die Larven im Verborgenen arbeiten, bleiben auch resultierende Mindererträge in der Praxis oft unentdeckt.

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