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Ölsaatenmarkt

Jetzt die guten Rapspreise für Vorkontrakte nutzen

Rapsfeld im Winter
Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
15.02.2017

Die Gebote für Rapsvorkontrakte sind derzeit durchaus lukrativ. Landwirte sollten daher überlegen, einen Teil der kommenden Ernte zu vermarkten.

Grafik Rapspreise

Der Abstand der Vorkontraktpreise zwischen Brotweizen und Raps zur Ernte 2017 hat sich in den vergangenen Monaten in Ostdeutschland zunehmend vergrößert. Während Weizen immer preisgünstiger wurde, hat sich Raps ex Ernte verteuert.

Dies beruht primär auf der unterschiedlichen globalen Versorgungslage 2016/17, die sich auch auf die nächste Saison auswirkt. Für 2016/17 werden eine weltweite Rekorderzeugung von knapp 750 Mio. t Weizen erwartet. Demgegenüber kann die Rapserzeugung den zu erwartenden Verbrauch nicht decken, was zu Lasten der Vorräte geht, die sich um über fünf Prozent reduzieren werden.

Frei Erfasserlager werden derzeit für Raps 371 Euro/t gefordert. Teilweise sollen in den letzten Tage nach dlz-Recherchen gar bis zu 380 Euro/t geboten worden sein. Das sind zwar rund 34  Euro/t weniger als für prompte Ware, da eine komfortablere Versorgung 2017/18 erwartet wird, aber immer noch 50 bis 60 Euro mehr als zum Vorjahreszeitpunkt.

Teilmengen der neuen Rapsernte vermarkten

Weitere Preisanstiege für neuerntigen Raps sind nur möglich, wenn für die kommende Ölsaatenernte größere Ernteeinbußen drohen. Die kritischen Wettermärkte für US-Sojabohnen und EU-Raps stehen jedoch noch aus.

Dennoch erscheint das derzeitige Niveau attraktiv, um erste Teilmengen an Raps zu verkaufen. Sollten die Witterungsbedingungen nämlich optimal bis zur Jahresmitte verlaufen, sind auch schnell wieder schwächere Kurs möglich.

Nähere Details zum Rapsmarkt finden Sie zudem in der März-Ausgabe des dlz agrarmagazins.  Wenn Sie noch kein dlz-Abonnent sind, können Sie hier ein kostenloses Probeexemplar anfordern.

Mit Material von Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V.

Rapsernte 2016: Live vom Feld

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