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Ölsaaten

Herbizide: Spätanwendung im Raps

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
26.10.2015

Bevor die Rapspflanzen in die Winterruhe gehen, sind die Bestände auf verzögert auflaufende Ungräser zu kontrollieren. Welche Herbizide und-wirkstoffe dabei gewählt werden können, erläutert ISIP.

Nach Angaben von ISIP können im Raps gegen verzögert keimende und bis in das Frühjahr auflaufende Ungräser die Mittel Kerb Flo bzw. Cohort (Propyzamid) und Milestone (Propyzamid, Aminopyralid) eingesetzt werden. Während Propyzamid vorwiegend über den Boden wirke, besitze Aminopyralid zu etwa gleichen Anteilen Blatt- und Bodenwirkung. Allen Mitteln ist eine lange Wirkungsdauer gemein. Insbesondere bei starkem Ackerfuchsschwanz-Besatz empfiehlt ISIP gegen nachfolgend auflaufende Ungräser eine zweite Behandlung im Spätherbst oder über den Winter.
 
Kerb Flo und Milestone können auf gefrorenen aber schneefreien Boden eingesetzt werden. Die Wirkung wird erst mit beginnender Vegetation im Frühjahr sichtbar. Zu Wirkungsverlusten kann es kommen, wenn
  • der Boden grobklutig und mit Strohresten bedeckt ist
  • Ungräser und Ausfallgetreide das Bestockungsstadium sowie die Unkräuter einen Durchmesser von zirka zehn Zentimeter überschritten haben 

Aufwandmenge und Anwendungstermin

  • Die maximale Aufwandmenge liegt bei Kerb Flo bzw. Cohort bei 1,875 l/ha, bei  Milestone sind es 1,5 l/ha. Die Aufwandmenge von 1,25 l/ha Kerb Flo richtet sich gegen Trespe-Arten, Windhalm, Einjähriges Rispengras, "normalen" Besatz von Ackerfuchsschwanz, Ausfallgetreide (alle aufgelaufenen und keimenden Getreidearten) sowie Taubnessel und Vogelmiere. Mit Milestone werden neben den oben genannten Ungräsern auch Kamillearten, Klatschmohn, Kornblume, Ehrenpreis, Taubnessel und Vogelmiere gut erfasst.

  • Nach Angaben des Herstellers ist der optimale Anwendungstermin ab November bis Mitte Dezember.

  • Zur Resistenzvorbeugung/Verzögerung ist der Einsatz von Kerb Flo (HRAC-Einstufung K1) oder Milestone (HRAC-Einstufung K1, O) laut ISIP zu bevorzugen. Mit Milestone werden auch resistente Biotypen bzw. Populationen von Ackerfuchsschwanz, Trespe und Windhalm sowie Kamille, (Klatschmohn und Vogelmiere nach Angaben der Firma) gut bekämpft.

  • Die Wirkung wird durch kühle Witterung (mittlere Temperatur unter ca. 10 °C) und Feuchtigkeit verbessert. Nur bei genügend Niederschlägen gelangen die Herbizide in die Wurzelzone der Unkräuter und können wirksam werden.
 

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