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Ölsaaten

Kalkstickstoff zu Raps: So rechnet er sich

© landpixel
von , am
03.08.2011

Kalkstickstoff wird im Rapsanbau meist unmittelbar vor der Aussaat eingesetzt, um den Pflanzen einen guten Start ins Vegetationsjahr zu garantieren. Doch wann rechnet sich das Geld für den Kalkstickstoff?

Aufgrund des sehr milden Herbstwetters hat sich der Raps inzwischen vielerorts zu weit entwickelt, die ersten Pflanzen schieben den Vegetationskegel bereits an. © Mühlhausen/landpixel
Bereits im Spätsommer/Herbst wird bei Rapsbeständen der Grundstein für einen guten Ertrag gelegt: Bereits jetzt muss sich ein gleichmäßiger Bestand winterharter Pflanzen entwickeln. Was in diesen Wochen versäumt wird, kann im Frühjahr nur noch schwer aufgeholt werden. Ein Faktor zum Erreichen starker, widerstandsfähiger Pflanzen, kann der Einsatz von Kalkstickstoff sein.

Wann sich die Ausgabe rechnet

Eine Düngung mit Kalkstickstoff ist zu empfehlen,
  • wenn der Schneckenbesatz so massiv ist, dass mit einer einmaligen Ausbringung von Schneckenkorn kein durchschlagender Erfolg erzielt wird,
  • auf Standorten mit starkem Kohlfliegenbesatz, da die Kohlfliege mit den Beizen und zugelassenen Insektiziden nur zum Teil bekämpft werden, bzw.
  • auf Standorten mit hohem Verticillium-Besatz und massivem Auftreten von Sklerotinia, die als Mycel direkt den Stengel befallen können.
  • Auch die Wirkung gegen Kohlhernie spielt eine immer größere Rolle
 
Wenn zwei von diesen Punkten zusammentreffen, rechnet sich das Geld für den Kalkstickstoff.

Schneckenwirkung des Kalkstickstoffes

Die Wirkung des Kalkstickstoffes auf Schnecken und Schneckeneier im Saathorizont ist sehr gut, wenn ausreichend Kalkstickstoff ausgebracht wird. Nicht erfasst werden allerdings Schnecken, die sich in den Unterboden zurückgezogen haben. Deshalb sollte auf kritischen Böden nach der Saat Schneckenkorn gestreut werden, um diese in den Saathorizont zu locken. Aus dem Unterboden und von feuchten Grabenrändern aus muss auch in diesem Jahr mit Schnecken gerechnet werden.

Vegetationsreport 2011: Gedroschene Rapsfelder auf Pilzgefahr bonitieren

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