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Ölsaaten

Die passende Bodenbearbeitung zu Raps

von , am
22.08.2012

Während nach Gerste viel Zeit für die Vorbereitung des Rapslandes war, wurden einige Weizenbestände erst kürzlich gedroschen. Dort muss der Boden in Windeseile für die Rapssaat vorbereitet werden.

Diese unterschiedlichen Voraussetzungen führen zu verschiedenen Bodenbearbeitungsvarianten. Die Bodenbearbeitung kann Fehler der Häckselqualität und Strohverteilung des Mähdreschers nicht ausreichend beheben. Nach dem Mähdrusch müssen Strohhaufen, beziehungsweise Ernterückstände auseinander gezogen und verteilt werden. Für eine Nachverteilung nach dem Mähdrusch eignet sich beispielsweise ein Strohstriegel.
 
Die anschließende Einarbeitung des Strohs hängt vom Feuchtezustand des Bodens ab. Die Arbeitstiefe und das geeignete Gerät können an die Kultur, Bodenfeuchte und Bodenstruktur angepasst werden. Das Gerät ist zweitrangig, die Qualität der Strohverteilung und die erste Bodenbearbeitung sind wichtig. Ein gutes Strohmanagement ist eine wichtige Voraussetzung für die nächsten Bestände und Erträge!

Die richtige Stoppelbearbeitung

Wenn genügend Zeit bis zur Aussaat vorhanden und der Boden feucht ist, dann lohnt sich eine flache Stoppelbearbeitung. Die Kapillarität wird gebrochen, Erntereste werden etwas eingemischt und das Ausfallgetreide kann Keimen. Denn auflaufendes Getreide im späteren Rapsbestand kann die Rapspflanzen unterdrücken.
 
Falls besonders viel Ausfallgetreide vorhanden ist, dann sollte dieses mechanisch oder durch den Einsatz von Glyphosat bekämpft werden.

Ist der Boden stark ausgetrocknet oder liegen zwischen Ernte und Aussaat nur wenige Tage, dann ist eine flache Stoppelbearbeitung nicht notwendig. Das Ausfallgetreide hat nicht genügend Feuchtigkeit und Zeit zum Keimen. Das Stroh kann nach der Ernte verteilt und der Boden gleich tiefer bearbeitet werden.

Boden auf Krumentiefe lockern

Der nächste Arbeitsschritt nach der Stoppelbearbeitung kann - je nach Strohmenge - tiefer durchgeführt werden. Das Stroh muss für eine gute Strohrotte mit genügend Erde vermischt werden. Vor der Aussaat von Raps ist eine Lockerung auf Krumentiefe ratsam. Der Boden sollte dafür nicht zu nass sein. Besonders der Raps benötigt einen tief gelockerten Boden, um eine gute Pfahlwurzel ausbilden zu können. Die tiefe Lockerung sollte bei noch vorhandener Restfeuchte im Boden kurz vor der Aussaat erfolgen.
 
Außerdem ist die Rückverfestigung wichtig. Häufig entstehen durch die tiefe Bearbeitung grobe Kluten. Diese erhalten durch eine Rückverfestigung wieder Anschluss an die Kapillarität und trocknen weniger aus. Grobe, ausgetrocknete Kluten sind eher Steine als Bodenbestandteile.  

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