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Pflanzenbau-Tipp: Was hilft bei Kohlfliegen im Raps?

© ah
von , am
15.10.2014

Kohlfliegen-Larven im Raps: Das ist die Folge der fehlenden Beize des Raps-Saatgutes. In unserem Pflanzenbau-Tipp erfahren Sie, wie man den Befall erkennt und am Besten damit umgeht.

Auswirkungen der Kohlfliege auf die Rapspflanzen

Die Rapsbestände sehen in Deutschland sehr unterschiedlich aus. Im Norden sind sie gut bis üppig entwickelt und haben bis zu zehn Blätter gebildet. Dort ist eine Nachkürzung notwendig.
 
Dagegen hat die Nässe in Süd- und Westdeutschland zu einer verzögerten Aussaat und Entwicklung des Rapses geführt. Diese Pflanzen sind oft erst im vier- bis sechs -Blattstadium.
 
Derzeit kann man die ersten Auswirkungen des Zufluges der Kohlfliege auf die Rapspflanzen beobachten. Die ersten Anzeichen sind dunkelgrüne Pflanzen mit verhaltenem Wuchs. Andere Pflanzen leuchten blau-grün und sehen stark vertrocknet aus, diese sterben ab. Beim Herausziehen reißt die befallene Wurzel meist ab und die Larve der Kohlfliege und die braunen Fraßstellen an der Wurzel sind erkennbar.

Befallene Pflanzen vitalisieren

Vitale Pflanzen mit einem großen Wurzelhalsdurchmesser scheinen den Fraß besser zu verkraften. Die Verletzungen an der Wurzel stellen Eintrittspforten für Krankheiten wie Phoma lingam, Sklerotinia und Verticillium dar - besonders bei hohen Bodentemperaturen.
 
Eine direkte Bekämpfung der Kohlfliege oder der Larven ist nicht möglich. Das Schadausmaß in Deutschland ist noch nicht abzuschätzen. Befallene Pflanzen müssen vitalisiert werden, um den Winter zu überstehen. 

Viele weitere Pflanzenbau-Tipps finden Sie in unserem Themendossier Vegetationsreport ...

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