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Ölsaaten

Raps: Aussaatfenster voll nutzen

© landpixel
von , am
06.09.2012

In vielen Teilen des Landes können die Landwirte unter optimalen Bedingungen den Raps aussäen. Die UFOP empfiehlt das Aussaatfenster voll auszunutzen.

Die Bedingungen für die diesjährige Rapsaussaat sind gut.
Moderne spätsaatverträgliche Rapssorten ermöglichen ein Aussaatfenster bis zum Ende der ersten Septemberdekade, welches zur Sicherung von Vermarktungschancen voll genutzt werden sollte. Bei Spätsaaten ist die Aussaatstärke standortabhängig anzuheben.
In Deutschland haben die beiden Extremjahre 2010/2011 und 2011/2012 zu einem Rapsanbau auf nur noch rund 1,3 Millionen Hektar geführt.
 
 
Die aktuell günstigen Witterungsbedingungen erlauben es jedoch, wieder zum Umfang des Rapsanbaus oberhalb von 1,4 Millionen Hektar zurückzukehren.

Raps mit hohem Vorfruchtwert

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) erwartet zur Ernte 2013 eine deutliche Zunahme des Rapsanbaus. Angesichts attraktiver Märkte sprechen hohe Erzeugerpreise für eine Flächenausdehnung bis zur betrieblichen Fruchtfolgegrenze.
 
 Die Vorteile des Winterrapsanbaus sind unbestritten: der hohe Vorfruchtwert durch den Mehrertrag eines Rapsweizens gegenüber einem Stoppelweizen, die Einsparung an mineralischen N-Dünger in der Folgefrucht und der verringerte Aufwand für Bodenbearbeitung durch Garebildung bis hin zur pfluglosen Bestellung nach der Rapsernte.

Beleg für das Z-Saatgut aufheben

Zur Aussaat 2012 weist die UFOP darauf hin, dass ab der Ernte 2013 in den Ölmühlen EU-weit und aus allen Herkunftsländern nur noch Rapsaaten in 00-Qualität verarbeitet werden,die einen ma-ximalen Glucosinolatgehalt von 18 Mikromol je Gramm lufttrockenen Samen ausweisen. Als Nachweis wird nicht jede angelieferte Partie beprobt, sondern es gilt die Einstufung der vom Landwirt angebauten Rapssorte, die diese zum Zeitpunkt der Zulassung erhalten hat.
 
Daher sollte der Beleg für den Bezug des Z-Saatgutes aufbewahrt werden. Mit dieser Maßnahme wird ein Beschluss des europäischen Ölmühlenverbandes FEDIOL aus dem Jahr 2009 zur Änderung der Lieferbedingungen im Sinne einer Sicherung und weiteren Qualitätsverbesserung bei Rapsfuttermitteln umgesetzt.

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