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Ölsaaten

Raps-Barometer 2015: So tickt der deutsche Rapsbauer

von , am
24.07.2015

Buxtehude - Der Saatguthersteller DuPont Pioneer befragte in diesem Jahr erneut 513 Rapsbauern zu den wichtigsten Themen zu der Ölfrucht. Herausgekommen ist das Raps-Barometer 2015. Hier das Wichtigste.

Dem britischen Bauernverband geht die Ausnahmeregelung nicht weit genug. © Mühlhausen/landpixel
Nach Einführung des Raps-Barometers vor zwei Jahren hat der Saatguthersteller DuPont Pioneer eine weitere Umfrage unter Rapsanbauern durchgeführt. Beim Raps-Barometer 2015 gaben 513 Rapsanbauer ihre Einschätzungen zur aktuellen Lage und Anbauintention zur bevorstehenden Rapsaussaat ab. Hier die Ergebnisse:

  1. Die Umfrageergebnisse bestätigten, dass Landwirte ihren Rapsanbau erneut kaum ändern werden (77 Prozent der Befragten). Hingegen wollen neun Prozent der Befragten ihre Rapsfläche um durchschnittlich 35 Prozent ausweiten. Nur zwölf Prozent der Landwirte geben an, ihre Rapsanbaufläche vermutlich um durchschnittlich 35 Prozent einzuschränken.

  2. Als Hauptgrund für ein Einschränken des Rapsanbaus in der Fruchtfolge nennen 19 Prozent der Befragten wirtschaftliche Auswirkungen durch den fallenden Rapspreis. Probleme bei der Schädlingsbekämpfung geben zwölf Prozent als Grund für eine Einschränkung an.

  3. Als Reaktion auf den Wegfall neonicotinoidhaltiger Beizmittel wählten die Teilnehmer der Umfrage folgende Strategien:
  • 27 Prozent erhöhten vorsorglich die Saatstärke,
  • 25 Prozent säten später aus und
  • 60 Prozent setzten auf Insektizidspritzungen im Herbst.

Raps-Barometer: Unkräuter, Kohlhernie und Anbausysteme

4. Als Problemunkräuter werden unter den 513 Landwirten vor allem
  • Kamille (45 Prozent der Befragten),
  • Storchschnabel (39 Prozent),
  • Klettenlabkraut (34 Prozent) und
  • Raukearten (31 Prozent) genannt.
6. Probleme mit der Fruchtfolgekrankheit Kohlhernie haben lediglich acht Prozent der befragten Landwirte auf durchschnittlich 20 Prozent ihrer Rapsfläche. Drei Prozent der Befragten bauen mittlerweile kohlhernieresistente Sorten an.
 
7. 61 Prozent der befragten Landwirte verfügen laut DuPont Pioneer über Anbauerfahrung mit Maximus-Halbzwerghybriden, davon seien 65 Prozent von den Vorteilen dieser Innovation überzeugt.15 Prozent würden die Halbzwerge gerne ausprobieren, 12 Prozent kennen die Sorte nicht.
 
8. 25 Prozent der Befragten haben Anbauerfahrung mit dem Clearfield-Produktionsystem gesammelt. 22 % kennen das System nicht, 20 % würden es der DuPont Pioneer-Umfrage zufolge gerne ausprobieren.

Durchschnittliche Flächengröße bei 47 Hektar

Insgesamt nahmen laut DuPont Pioneer 513 Landwirte an der bundesweiten Befragung teil, die während der Rapsfeldtage 2015 von DuPont Pioneer durchgeführt wurde.
  • Die Teilnehmer der Befragung sind durchschnittlich 50 Jahre alt.
  • Die mit Raps bewirtschaftete Fläche beträgt im Durchschnitt 47 Hektar.
  • Knapp ein Viertel der Befragten baut Raps auf einer Fläche von sechs bis zehn Hektar an.
Wie der Saatgutkonzern hinweist, ist das Raps-Barometer keine repräsentative Umfrage, sondern vermittelt Trends und Meinungen, die anlässlich der Pioneer Rapsfeldtage erhoben wurden.
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