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Ölsaaten

Raps blüht auf 1,4 Millionen Hektar

von , am
06.05.2013

Mit leichter Verspätung beginnt in diesem Jahr die Rapsblüte. Auf 1,4 Millionen Hektar wurde Raps im vergangenen Jahr angebaut. Die Ernteerwartungen liegen leicht unter dem Vorjahr.

© Mühlhausen/landpixel
Später als im vergangenen Jahr blüht in diesem Jahr der Raps in Deutschland. Auf etwa 1,4 Millionen Hektar präsentieren sich die Rapsfelder jetzt drei Wochen lang in intensivem Gelb. Die leichte Verspätung der Rapsblüte hat ihre Ursache im Winter, der in diesem Jahr viel länger dauerte als erwartet. Bis in den März hinein waren viele Rapsflächen mit einer Schneedecke überzogen. Das war für die jungen Pflanzen jedoch kein Problem. Die Decke aus verharschtem Schnee währte in diesem Jahr nur kurz, so dass der Raps weder erdrückt noch vom Sauerstoff abgeschnitten wurde. Mit den rasch steigenden Temperaturen im April fiel dann der Startschuss für ein beeindruckendes Schauspiel auf den Feldern. Die Pflanzen "explodierten" regelrecht und holten im Frühjahr im Handumdrehen zwei Wochen Vegetationsverzug auf.

Rapsernte etwas geringer als im Vorjahr

Zusammen mit einer vielerorts guten Wasserversorgung führte das dazu, dass die Rapspflanzen in diesem Jahr in kurzer Zeit in die Länge schossen und sich optimal verzweigten. An diesen Verzweigungen bzw. an der Dichte der Rapsblütenstände kann der Fachmann das Ernteergebnis abschätzen. Und so wie es momentan aussieht, wird die Ernte im Juli trotz des langen Winters im Vergleich zum Vorjahr nur etwas geringer ausfallen. Der größere Teil der rund fünf Millionen Tonnen Rapssamen, die geerntet werden, setzt sich aus wertvollem Eiweiß zusammen. Rapsschrot ersetzt als Proteinquelle Sojaimporte im Umfang von umgerechnet eine Million Hektar.

LG Raps: Genetisch fixierte Schotenplatzfestigkeit

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