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Düngung

Raps: Bormangel rechtzeitig verhindern

Bormangel an Raps
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
15.03.2018

Raps reagiert empfindlich auf Bormangel. Gestauchter Wuchs, wenige Schoten und rötliche Verfärbung der Blätter sind die Folge. Blattdüngung schafft Abhilfe.

Der Borbedarf des Rapses liegt um das Zehnfache höher als beim Getreide. Mangel kommt besonders in trockenen Jahren nach hoher Aufkalkung, oder auf kalkreichen, stark tonhaltigen Böden vor. Bor ist auswaschungsgefährdet. Daher können auch sehr leichte, sandige Böden betroffen sein.

Gestauchter Wuchs

Bormangel im Raps zeigt sich in Form von gestauchtem Wuchs mit Rissen an den Stängeln, verkümmerter Blütenbildung und reduziertem Schoten- und Kornansatz. Rötlich verfärbte Blätter und Blattstiele deuten auf Mangel hin.

Bei regelmäßigem Anbau borbedürftiger Kulturen liegen die Versorgungsstufen der Böden meist nur im Bereich B, selten in C. Vernachlässigen Sie deshalb nicht die Bordüngung zu Raps.

Im Mix mit Insektiziden

Borgaben von insgesamt 300 bis 400 g/ha, am besten in zwei Gaben gemeinsam mit dem Insektizid sollten eingeplant werden. Auf Böden mit einem pH-Wert von deutlich über 7,0 können unter sehr trockenen Bedingungen auch höhere Gaben von 500 bis 600 g/ha sinnvoll sein.

Die im Markt verfügbaren Bordünger wie Lebosol Bor oder Epso Microtop sind in der Regel mit den Insektiziden gegen Rüssler mischbar. Die Tankmischungsempfehlungen der Anbieter sind zu beachten!

Mit Material von ISIP

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