Login
Ölsaaten

Raps: Gelbschalen aufstellen und erste Herbizide spritzen

© Hermann Krauß/agrarheute
von , am
28.08.2015

Der Raps kommt aktuell in den Boden. Wo er schon gedrillt ist, sind jetzt gute Bedingungen für eine erste Herbizidbehandlung. Ist der Rapserdfloh auf der Fläche, sollten zudem die Gelbschalen herausgeholt werden.

Gute Bedingungen für Herbizide im Raps

Nach den teils ergiebigen Niederschlägen sind regional optimale Bedingungen für Herbizidbehandlungen gegeben. Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen schreibt, werden die besten Wirkungsgrade bis wenige Tage nach der Saat erreicht. Dort wo Storchschnabel am Rand zu erwarten ist, sollten volle Mengen
  • Butisan Gold oder
  • Butisan Kombi
zum Einsatz kommen, in der Fläche sei der Druck oft geringer, hier könnten und sollten die Mengen um gut 30 Prozent reduziert werden.
 
Nach den Niederschlägen sind natürlich auch die Schnecken sehr aktiv. Besonders auf lehmigen bis tonigen Standorten sollte eine Befallsabschätzung durchgeführt und bei Bedarf vor dem Auflaufen des Rapses Schneckenkorn eingesetzt werden.

Rapserdfloh: Gelbschalen aufstellen

Um den Befall mit Rapserdfloh zu kontrollieren, empfiehlt die LWK Nordrhein-Westfalen direkt nach der Aussaat Gelbschalen aufzustellen. Sobald rund 70 Prozent der Pflanzen durch Siebfraß/Punktfraß geschädigt sind, sollte ein Pyrethroid eingesetzt werden.
 
Pauschale Behandlungen sollten unterbleiben. Sie fördern Resistenzen und belasten unnötig die Umwelt. Wenn sich die Fraßschäden in Grenzen halten, trotzdem aber Rapserdflöhe in den Gelbschalen sind, könne im Oktober noch gegen die Larven behandelt werden. Bei Befall mit der Kleinen Kohlfliege kann nichts gemacht werden.
Auch interessant