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Rapsanbau

Raps: Landwirte sorgen sich um die Bestände

Blühender Raps
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Thomas Göggerle, agrarheute
am
11.05.2018

Die Rapsbestände stehen seit wenigen Tagen in der Blüte. Einige Landwirte beobachten Knospenverluste, da der Raps gar nicht oder nur kurz blüht.

Bundesweit stehen die Rapsbestände seit wenigen Tagen in der Blüte. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP)  meldet, dass viele Landwirte ihre Rapsbestände derzeit mit großer Sorge beobachten. Grund dafür sind zum Teil massive Knospenverluste durch die sogenannte Knospenwelke.

Rapsbestände blühen nicht oder nur kurz, Blüten fallen vorzeitig ab, der Schotenansatz unterbleibt an diesen Stellen. agrarheute berichtete, welche Spuren die Hitzewelle hinterlässt: Physiologische Knospenwelke im Raps.

Wenn der Raps nicht blüht

Berater der Züchterhäuser oder der Landwirtschaftskammern sind derzeit im Dauereinsatz, um die Landwirte bei der schwierigen Entscheidung zu beraten, was mit Beständen geschehen soll, die von diesem seltenen Phänomen betroffen sind. Alleine die Einschätzung möglicher Ertragsverluste ist schwierig, da untere Verzweigungen der Rapspflanzen durchaus noch Schoten ansetzen können. Auch die Befallssituation mit Schädlingen ist in die Beurteilung mit einzubeziehen.

Rapsbestände nicht vorschnell handeln

Von vorschnellen bundesweiten Handlungsempfehlungen wie dem Umbruch und der Neuaussaat einer anderen Kultur ist abzusehen, da das Ausmaß der Schäden abhängig ist von den individuellen Standortbedingungen. Dies zeigt sich auch daran, dass Meldungen über schwach entwickelte Bestände aus sehr unterschiedlichen Regionen Deutschlands, aber auch anderen Ländern Europas vorliegen.

Grund für Rapswelke unklar

Über die Ursache dieser Rapswelke wird derzeit viel spekuliert. Vermutlich sind die aktuellen Schäden eine Folge der Fröste Ende Februar und Mitte März, von denen die Rapspflanzen intensiver geschädigt wurden, als bisher erwartet wurde. Hinzu kam die Hitze der vergangenen beiden Wochen, verbunden mit einer extrem hohen Strahlung. Das führte zu einer sehr schnellen Pflanzenentwicklung und zu einem Mangel an wichtigen Mikronährstoffen. Den betroffenen Landwirten bleibt die Hoffnung auf eine Erholung der Bestände.

Mit Material von UFOP e.V.

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