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Herbizideinsatz

Raps jetzt im Nachauflauf behandeln

Raps im Zweiblattstadium
© agrarfoto
von am
29.09.2017

Jetzt gilt es die Rapsbestände zu beobachten: Wo Behandlungsschwächen gegen die vier großen "K" sichtbar sind, sollte etwa mit Runway nachgelegt werden.

Kamille, Klatschmohn, Kornblume, Klette: Wo die frühen Behandlungen trotz überwiegend guter Wirkung versagt haben, empfiehlt sich jetzt Runway mit 0,2 l/ha im Nachauflauf. Dieses Mittel wirkt sowohl über den Boden als auch über das Blatt.

Wirkung: Gut gegen Kamille, Klatschmohn und Kornblume, weniger gut gegen Klette. Ein Zusatz von Fox mit 0,3 bis 0,5 l/ha verstärkt die Wirkung gegen Stiefmütterchen und bietet zumindest noch eine Teilwirkung gegen Rauken.

Achtung bei Mischungen mit Gräsermitteln

Runway ist mit Gräsermitteln kombinierbar, zu Fox beziehungsweise der Mischung aus Runway und Fox ist das aus Verträglichkeitsgründen NICHT möglich.

Noch nicht bestocktes Ausfallgetreide benötigt keine vollen Aufwandmengen, hier reichen in der Regel 50 bis 70 Prozent der zugelassenen Mengen aus.

Im Mix gegen Rapserdfloh

Behandeln Sie nur abgetrocknete Rapsbestände! Pyrethroide gegen Erdflöhe sollten Sie ausschließlich dort zusetzen, wo 10 Prozent Blattfraß überschritten sind. Dies ist in der Regel derzeit nicht der Fall. Insektizide dürfen nicht in die Mischung von Runway + Fox zugegeben werden.

Bei der Behandlung sind Wasseraufwandmengen von 200 bis 300 l/ha mit 03-er-Düsen empfohlen.

Spezialisten gegen Ungräser

Die Niederschläge nach der Rapssaat haben das Auflaufen von Gräsern wie Ackerfuchsschwanz und Ausfallgetreide im Raps begünstigt. Vor allem in pfluglos bestellten Rapsbeständen steht das Ausfallgetreide zum Teil recht dicht.

Neben der Wirkung auf Ausfallgetreide erfassen die folgenden Mittel auch Ackerfuchsschwanz und Windhalm, Flughafer, Trespen und Weidelgras. Aufgrund des fortgeschrittenen Entwicklungsstadium und häufig gleichzeitigem Vorkommen von Ackerfuchsschwanz oder Windhalm empfehlen sich volle Aufwandmengen:

  • Agil S 1,0 l/ha,
  • Fulsilade Max 1,0 l/ha,
  • Galant Super 0,5 l/ha,
  • Targa Super 1,25 l/ha,
  • Panarex 1,25 l/ha.

Das Resistenzrisiko im Blick behalten

Liegt beim Ackerfuchsschwanz ein Verdacht auf FOP-Resistenzen vor, sind DIMs wie Focus Aktiv-Pack mit 2,0 l/ha + 2,0 l/ha und Select 240 EC mit 0,5 l/ha + 1,0 l/ha zu bevorzugen.

Ein Verdacht auf FOP-Resistenz liegt dann vor, wenn es in den vergangenen Jahren Probleme bei der Ackerfuchsschwanzbekämpfung mit Ralon Super, Axial oder Traxos im Getreide gab.

Ist im November der Einsatz von Kerb oder Vergleichsprodukten geplant, lässt sich das Ausfallgetreide je nach Entwicklungsstadium mit 80 bis 100 Prozent der oben genannten Mittel bekämpfen. Gerste ist deutlich besser zu bekämpfen als Triticale oder Weizen.

Mit Material von Hermann Heidweiler, DLR Rheinland-Pfalz

Feldspritzen-Test: Lemken Vega mit 5.000-Liter-Tank

Lemken Vega 12/5000 im Feld
Kernaspekt der Entwicklung der Vega war, eine hochausgestattete gezogene Spritze mit niedrigem Schwerpunkt, aber maximaler Bodenfreiheit, auf die Beine zu stellen. Das Ergebnis kann sich, auch kritisch betrachtet, sehen lassen, urteilt die traction in Ausgabe Januar/Februar 2017. © Karsten Schranz
Einspülschleuse der Lemken Vega
Die Einspülschleuse mit 45 l Volumen ist im Behälterdesign integriert. Sie lässt sich variabel in der Höhe arretieren und wird über einen Injektor mit 120 l/min leergesaugt. © Karsten Schranz
Hebel an der Lemken Vega
Anhand der Hebel werden Randbefeuchtung, Rührdüse etc. zugeschaltet. © Karsten Schranz
Panel der Lemken Vega
Am Panel werden sämtliche Einstellungen vor dem Spritzen vorgenommen. © Karsten Schranz
Saugfilter an der Lemken Vega
Die Saugfilter sind gut zugänglich, wartungsfreundlich und haben kaum Restmenge. Die ablassbare Restmenge, die im Saugfilter, Druckfilter und im Tank übrig bleibt, beträgt lediglich 3,7 l.  © Karsten Schranz
Gestänge an der Lemken Vega
In jeder Gestängehöhe haben die Düsen den gleichen Abstand zur Achse. Arbeiten mit teilgeklappten und angewinkelten Gestänge sind möglich. Die Hangverstellung liegt kompakt im Mittelstück. © Karsten Schranz
Lemken Vega im Einsatz
Das heckgeklappte 24 m-Gestänge klappt in 9 Segmente. Die Gestängeführung erfolgt über einen Hubmasten, also nicht über ein Parallelogramm. Der Hubbereich liegt zwischen 0,42  und 2,90 m. Damit schafft Lemken einen hohen Hubbereich auch ohne Parallelogramm.  © Karsten Schranz
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